Am 6. März, also meinem letzten Tag meines langen Wochenendes, ging es für mich noch einmal nach Dunedin. Um zehn vor sieben ging es los, yeah!
Larnachs Castle war mein erstes Ziel um 10 Uhr. Larnachs Castle ist Neuseelands einziges Schloss. Das Schloss ist zwar echt cool, aber doch ziemlich klein. Ich glaub hier in Deutschland würde es eher als kleine Burg durchgehen, aber naja!
Das Schloss wurde von William Larnach gebaut, der hier auch mit seiner Familie gelebt hat. Die Geschichte der Familie ist aber ein wenig tragisch. Seine erste Frau starb zum Beispiel früh und er hat ihre Schwester geheiratet. Es gab Streitigkeiten um das Schloss und das Erbe, William Lanrach beginn Selbstmord, zwei oder drei seiner Kinder starben früh und zwei andere Kinder begannen ebenfalls Selbstmord.
Das Schloss ist noch genauso eingerichtet wie damals und man konnte ohne Führer durchlaufen. Dort habe ich eine nette Dame kennengelernt, die mir ein paar Tipps für Neuseeland und die Nordinsel gegeben hat und bin vor einer asiatischen Reisegruppe geflohen, nachdem sie mich mit Blicken praktisch getötet haben- nein, ich wollte nicht ihrer Führung zuhören, sondern einfach nur die Bibliothek ansehen, aber naja.
Das Schloss ist von einem riesigen Garten umgeben mit den Blumen, Sträuchern und Bäumen aus aller Welt und einer tollen Aussicht auf die Küste von Otago Peninsula.
Nach Larnachs Castle ging es für mich zum Royal Albatross Centre.
Erst hat man ein bisschen über die Albatrosse selbst erfahren, also über Lebenserwartung, wie sie ihr Leben verbringen, etc. und dann ging es ab ins Reservoire. Bei dem Royal Albatross Centre handelt es sich einfach um ein Centre, dass die Albatrosse beobachtet wenn sie schlüpfen und noch Küken sind und sichergeht, dass sie gesund sind und genug wiegen. Die Tiere sind zwar an die Pfleger gewohnt, werden aber so gut es geht in Ruhe gelassen und sind trotzdem Wildtiere. Im Reservoire konnten wir neben den ausgewachsenen Albatrossen auch die Küken sehen, manche mit ihren Eltern und manche ohne. Die Küken sind echt niedlich und ich bin froh, dass ich dort war, weil das Centre auch die einzige Kolonie an Land ist, die man besuchen kann. Küken von Albatrossen wo anders zu sehen ist also ziemlich schwierig, da sie die erste Zeit an Land verbringen und sobald sie alt genug sind für ein paar Jahre um die Welt "reisen".
Nach dem Reservoire konnte man noch in eine Festung gehen. Die Festung wurde gebaut, nachdem ein russisches Kampfschiff zu nah an die Küste Neuseelands kam und die Kiwis einen Angriff fürchteten. Das russische Schiff hatte nämlich mehr Kanonen an Bord als Neuseeland insgesamt. Der Angriff von Russland kam zwar nie, aber die Festungen stehen noch immer und die Kanone im Inneren könnte man heute sogar noch benutzen.
Nach dem Albatross Centre ging es für mich zum Olveston House. Das Haus gehörte einer reichen Familie, die gerne durch die Welt reiste und dabei die verschiedensten Souvenirs sammelte. Hört sich zwar ziemlich langweilig an, aber es ist doch interessant, die ganze Sammlung zu sehen. Die meisten der Dinge waren zwar nur da, um schön auszusehen und zu zeigen, dass sie Geld haben, aber naja. Trotzdem mochte ich das Haus, vor allem weil die Stücke nun mal aus aller Welt stammen. Deutschland, Spanien, Portugal, England, Frankreich, Australien, China, Japan, USA, etc. Die Stücke der Familie sind teilweise hunderte Jahre alt und sind ein Vermögen wert. Alleine die Gemälde haben einen Wert von mehreren Millionen und dann sind da ja noch die Waffen, Vasen, das Silber, Porzellan, Figuren und mehr, das die Familie gesammelt hat. Man durfte im Haus keine Bilder machen, deswegen habe ich keine.
Nach dem Olveston House bin ich nur noch in die Speights Brewery und habe dort eine Tour mitgemacht. Nach der Tour gab es noch ein Tasting der verschiedenen Sorten, aber leider nicht für mich- ich musste ja fahren.
Mein Abendessen gab es von Megges und danach ging es nach Hause. Dort kam ich um circa zehn Uhr an und bin auch einfach nur noch schlafen gegangen.
Ich hoffe, dass ich euch wieder einen kleinen Einblick geben konnte und bis zum nächsten Bericht! <3
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