Au pair life

Leben als Au-pair... Ich hatte zwar schon vorher auf Kinder aufgepasst und auch über mehrere Tage hinweg, aber es ist etwas ganz anderes als im Zeltlager oder beim Babysitten. Es ist viel anstrengender als ich gedacht hätte! Du musst wirklich die ganze Zeit da sein, immer eine Idee haben, was ihr als Nächstes macht, etc. Besonders an Regentagen ist es schwer, weil wir dann nicht rausgehen können, aber es macht unheimlich viel Spaß Zeit mit meinen Kindern zu verbringen! Natürlich gibt es auch Tage, an denen meine Kinder nicht gut drauf sind oder ich einfach müde bin, aber das ist zum Glück eher selten und meistens hören sie ziemlich gut.
Besonders mag ich auch, dass man die Kinder wirklich kennen lernt. Man lernt, wie man sie trösten kann, was sie besonders gerne essen, was sie gerne spielen, wie ihr Charakter ist, etc. Und es ist wirklich faszinierend zu beobachten und mitzubekommen wie sie älter werden oder etwas Neues lernen. Vor allem freut man sich, wenn man ihnen geholfen hat, diese Dinge zu lernen! Ich kann Au-pair sein wirklich nur empfehlen! Man lernt nicht nur viel über die Kinder, sondern man wird einfach viel selbstständiger und selbstsicherer. Und ein großes Plus ist natürlich, dass ich am Wochenende und an meinen freien Tagen unter der Woche durch Neuseeland reisen kann! :)

Dazu dachte ich mir, dass ich mal meinen ungefähren Tagesablauf schreiben könnte, damit ihr einen kleinen Einblick bekommt :)
Unter der Woche fange ich um 8.30 an, am Wochenende um 9.30. Meine Große ist unter der Woche in der Schule, also habe ich nur meine beiden Kleinen. Charlotte geht dazu zwei Tage die Woche in Preschool, Mittwochs und Freitags, dann hab ich nur James.
Morgens bringe ich erst einmal Sophie zum Schulbus. Bis ca. 10.30 spielen wir dann meistens drinnen oder gehen spazieren. Um ca. 10.30 bekommen meine Kinder ihren "Morning Tea". Am Anfang hatte ich echt bisschen Angst, weil ich mir nichts unter "Morning Tea" vorstellen konnte, aber eigentlich ist es total einfach und bedeutet auch nur, dass man ihnen einen kleinen Snack gibt. Das soll einfach dazu dienen, um sie bei Laune zu halten. Meistens bekommen sie etwas Gebackenes und Früchte. Manchmal aber auch Rosinen (ih), ein kleines Brötchen oder einen Joghurt. Danach spielen wir wieder. Um ca. 12.00 bekommen sie dann Mittagessen, meistens Sandwiches, manchmal Spaghetti, Früchte, etc. Nach dem Mittagessen habe ich ein bis zwei Stunden "kinderfrei", dann gehen sie nämlich schlafen. Während meine Kinder also schlafen helfe ich meiner Gastfamilie im Haushalt: Wäsche waschen, Küche aufräumen, staubsaugen, Bad sauber machen oder die Klamotten der Kinder wegräumen, Abendessen vorbereiten. Also das, was gerade anfällt. Meine Gastmama hat auch schon gesagt, dass ich einen super Job mache (was mich mega gefreut hat!) und dass sie dadurch, dass ich da bin, einen Unterschied in ihrem Leben gemerkt hat, weil sie die Dinge nicht mehr spät abends machen muss.
Nach ihrem Schlaf hole ich Sophie vom Schulbus ab und danach spielen wir noch ein bisschen, dann gibt es "Afternoon Tea", was man ein bisschen mit unserem Kaffee und Kuchen vergleichen kann. Danach haben wir noch ein bisschen Zeit, um zu spielen und mein Tag endet um 5.30. Manchmal bade ich sie noch, damit meine Gasteltern das nicht machen müssen, aber das ist eher die Ausnahme momentan.

Wenn wir gutes Wetter haben verbringen wir die meiste Zeit draußen. Dann wird mit Kreide gemalt (meine Kinder sind gute Blumenzeichner! Oder auch die Familie wird gerne gemalt), Fahrrad gefahren, Ball gespielt, manchmal Pferd (meistens bin ich dann das Pferd, yeah) und an ganz heißen Tagen holen wir den Gartensprinkler raus und rennen darunter durch oder die Wasserrutsche. Dazu hat meine Gastfamilie ein Playhouse für die Kinder, ein Trampolin, eine Schaukel und ein Klettergerüst, man findet also immer etwas.
An regnerischen Tagen sind wir drinnen, aber manchmal gehen wir dann für ein paar Minuten raus und suchen ein paar Pfützen. Durch die fahren meine beiden Mädels dann mit ihren Fahrrädern und sobald mein Kleiner besser laufen kann, kann er auch in sie hineinhüpfen.
Im Haus haben wir wirklich viele Möglichkeiten. Wir können Lego spielen (sogar hier haben wir verschiedene zur Auswahl), mit der Farm, verschiedene kreative Aktivitäten, lesen, mit Autos spielen, mit Dinos, Musik machen, etc. Momentan spielen wir auch oft Friseur, meine Haare leiden zwar etwas, aber meine Mädels haben Spaß sie zu kämmen und mein Kleiner läuft gerne zwischen uns rum.
Bei unseren Spaziergängen sind wir leider bisschen begrenzt, aber oft laufen wir eine kleine Runde, die auch über einen Deich geht, und wenn ich mit dem Kleinen alleine bin versuche ich Dinge zu finden, die er sich angucken kann. Manchmal suchen wir die Kühe oder sehen zu wie sie gemolken werden. Manchmal suchen wir einfach nur schöne Blumen oder sehen uns an was sonst so passiert.
Es wird also nie langweilig, aber trotzdem kommt mir der Tag manchmal echt lange vor!
Trotzdem genieße ich jeden Tag und freue mich so sehr, dass ich diese Familie gefunden habe! :)

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in meinen Alltag geben konnte, wenn ihr Fragen habt, nur her damit!

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