Dienstag, 8. März 2022

Rennes (24.-30. Januar 2022)

 Hello ihr Lieben! Zeit für ein zweites Update! 

Am Montag, den 24.,  hatte ich morgens meinen ersten Uni Kurs: Simulations IHRM. Ich glaube, dass der Kurs echt cool wird, aber auch ziemlich anstrengend, weil wir nur vier Mal Unterricht haben und deswegen in jeder Stunde eine Abgabe haben. Mittags bin ich dann mit Dominique, einer anderen Deutschen, einen Kaffee trinken und spazieren gegangen, bevor es abends zum wöchentlichen Chat n' Beer von ESN im Irish Pub ging. Dort habe ich Marta wiedergesehen, sowie mich mit Maite und einer Kommilitonin getroffen, und auch ein paar neue Gesichter gesehen.












Dienstags hatte ich Corporate Social Responsibility und Advanced Strategy. Die Dozentin von CSR ist ein bisschen seltsam, aber der Kurs wird glaube ich ganz interessant. Seltsam war sie vor allem, weil sie immer mal ins Französische gefallen ist und ihr Englisch nicht so gut ist. Sie will aber bei allem Recht haben und hat u.a. versucht Studenten zu korrigieren, deren Englisch einwandfrei war. Ach, und sie hat uns etwas über eine griechische Übersetzung erzählt, die das von ihr Gesagte aber nicht heißt. Das hat nämlich Loic mit einer Google Suche rausgefunden, also echt komisch von ihr. Generell wirkt sie sehr, als ob sie keine Lust hat und ist gefühlt mit der Sekunde, in der die Stunde vorbei war, rausgerannt. Bei Advanced Strategy bin ich etwas abgeschweift, weil sein Internet so schlecht war und man ihn kaum verstanden hat. Wir haben aber leider schon unsere erste Präsentation im nächsten Kurs (gut, der ist erst im Februar). Und das tolle Thema ist Lebenszyklen einzelner Industrien, wobei die ja meist relativ ähnlich sind. Wird also bestimmt eine tolle Stunde, wenn man 10x dasselbe hört. Abends stand eine Erasmus Party auf dem Programm, wo ich mit Maite und Graci hingegangen bin. Es war super lustig, weil Graci uns Swing Dancing versucht hat beizubringen und Maite Salsa, aber so erfolgreich waren die Tanzstunden leider (noch) nicht. Trotzdem hat es unheimlich viel Spaß gemacht, sich ein wenig zu bewegen und nicht so viel nachzudenken. 

Mittwoch war sehr langweilig, da ich ein Meeting mit meiner Gruppe für unser Marketing Projekt hatte und danach Französisch und Französische Kultur. Französisch wird glaube ich ganz gut und ich verstehe deutlich mehr, als ich gedacht habe. Beim Sprechen hapert es noch ein wenig, aber das kommt auch bald! Französische Kultur war echt langweilig und ich glaub der Kurs wird auch hart painful, aber it is what it is. Wenn ich an Kultur denke, denke ich nämlich an Essen, Wein, Traditionen, Orte, Regionen, Verhalten etc. und nicht unbedingt an das Gesundheitssystem. Aber naja, wenigstens weiß werde ich euch erzählen können, wie die Rente in Frankreich aussieht - ist doch auch etwas oder? Ich mein, dann erkunden wir Erasmus Studenten die Kultur eben auf eigene Faust! Ich war relativ müde an dem Tag, also habe ich sonst auch nichts mehr gemacht, sondern mich endlich mal ein wenig ausgeruht. 

Am 27. war ich mit Dominique morgens in der Cafeteria und habe an meiner Hausarbeit für "Fortgeschrittene Statistik" und meine Slides für die Präsentation unseres Marketing-Projekts gearbeitet. Danach hatten wir die Präsentation, die ziemlich gut lief. Anschließend habe ich mich mit Graci getroffen, um einen Corona Test zu machen, weil viele der Austauschstudenten um die Zeit positiv waren und wir sicher gehen wollten. Davor haben wir uns noch schnell was zu essen geholt und haben dann den Test gemacht, der zum Glück bei uns beiden negativ war. Daher konnten wir dann abends zum Speed Chatting, das von unserer Uni organisiert wurde. Irgendwie hatte keiner damit gerechnet, dass es dann wie Speed Dating ist (nur halt ohne Daten, sondern zum Leute kennenlernen) und jeder dachte, dass es einfach nur ein bisschen Bier oder Wein trinken ist. Trotzdem war es ganz lustig, weil man so viele Leute kennengelernt hat, wobei ich die letzten Runden mit dem gleichen Partner hatte, weil wir beide zu faul waren aufzustehen und den Platz zu wechseln.

Freitag ging es für mich dann bis 16.30 in die Uni, morgens hatte ich "International Human Resource Management" und mittags "Management of Change". Der Dozent morgens wirkt richtig nett und ich glaube, dass der Kurs ganz cool wird. Mittags war ... interessant, um es nicht ganz negativ auszudrücken. Begonnen haben wir damit, dass wir uns in einer Reihe aufstellen sollten - nach Größe geordnet und ohne reden. Danach sollten wir uns unbedingt auf einen neuen Platz im Raum setzen und unserem Nachbarn eine Geschichte erzählen, in der wir Veränderung durchgemacht haben und anschließend Veränderung definieren. Das war noch nicht mal der schlimme Teil. Danach hat sie uns eine Vorlesung gegeben, wobei sie die meisten Folien übersprungen hat und den Rest wirklich nur vorgelesen hat - nachdem sie sie zuerst selbst gelesen hat. Zum krönenden Abschluss durften wir dann ein Bild malen - ja malen. Und war über eine Veränderung, die wir in der Uni, auf der Arbeit, etc. durchsetzen wollen. Wäre ja auch zu einfach, dass man es einfach aufschreibt. Nachdem wir uns künstlerisch ausgelebt haben, sollten wir es unserer zukünftigen Gruppe vorstellen und ein gemeinsames Bild malen. Dabei haben wir nicht ganz gemacht was sie wollte, sondern direkt eine Veränderung aus den Elementen unserer Bilder zusammengestellt. 
Danach durften wir endlich nach Hause und ich habe mir zwei Wohnungen angesehen, bevor ich mich mit Bella und Graci getroffen habe. Erst sind wir zusammen essen gegangen, es gab Burger, und danach zu Tiffany's, um Billard zu spielen und die Woche auslaufen zu lassen. 

Samstag war ich in Saint Malo, das kommt als extra Post :)  

Am 30. bin ich dann endlich umgezogen! Nachdem ich all meine 7 Sachen zusammen gepackt habe, bin ich in meine neue Wohnung losgestiefelt -erst mit meinem kleinen Koffer und dann mit meinem großen. Viel Zeit hatte ich aber nicht mal, denn ich musste direkt zu meiner nächsten Verabredung. Denn... Sonntags wollte ich eigentlich mit Dominique und Loic nach Erquy fahren. Leider hatte Loic einen Platten bei seinem Wagen, weswegen wir uns dann entschieden haben Mario Kart zu spielen, heiße Schokolade zu trinken und Kekse zu essen. War also mal ein entspannter Abend! In meiner neuen WG angekommen habe ich dann entspannt und später hat mein einer Mitbewohner etwas für uns gekocht und wir haben zusammen ein Gläschen Wein getrunken.

Das war es für meine ersten zwei Wochen in Frankreich, bis bald! 

Montag, 7. Februar 2022

Rennes (17.01-23.01.2022)

 Hallo ihr Lieben,

Erstes Update aus Rennes! 

Am 17.01. habe ich gar nicht viel gemacht, um ehrlich zu sein. Ich war zweimal einkaufen, habe meine ESN Karte abgeholt und hab viel zuhause genappt und Netflix geguckt, weil ich so müde bin momentan. Die ESN Karte habe ich mit einer anderen Erasmus-Studentin Marta, aus Polen, abgeholt und dort haben wir noch Anna, aus Finnland, getroffen. Zusammen sind wir dann zum Beer und Chat von ESN im O'Connell gesteppt. Da war ich echt froh, weil es viele kleine Tische gab und ich mich nicht getraut hätte, mich einfach random zu Leuten zu setzen. Eigentlich wollte ich auch nicht so lange bleiben, aber zu uns haben sich noch zwei andere gesetzt, Mohammed aus Ägypten und sein Freund, und dann sind wir doch bis kurz nach 12 geblieben und ich war gegen kurz nach halb eins zuhause. Alles in allem also ein ganz guter Abend! 

Dienstags habe ich mich auch größtenteils nur ausgeruht, habe Netflix gesehen, Französisch auf Babbel geübt, was für mein Projekt mit den anderen recherchiert, Unterlagen für meine deutsche Uni eingereicht und meine Karrigo Karte abgeholt, auf die ich meine Tickets für die Métro und den Bus laden kann! Ansonsten habe ich Harry Potter Tournament of Houses geschaut, auch wenn die Fragen da echt einfach waren. Außerdem bin ich das erste Mal richtig durch die Stadt gelaufen - hier also ein paar erste Eindrücke:










Am Mittwoch habe ich ausgeschlafen und bin dann kurz in Rennes rumgesteppt. Dabei war ich in der Galerie Colombier kurz unterwegs und bin dann auf gut Glück durch die Straßen geschlendert und zur Uni gefahren, weil ich um 3 mein welcome meeting hatte. Beim Warten habe ich Graci und Bella kennengelernt, beide aus den USA, eine aus Kansas und eine aus Missouri, und durch sie eine andere Masterstudentin Krista aus Finnland. Im Welcome Meeting ging es größtenteils um Formales und was wir brauchen, aber es waren keine richtig neuen Informationen dabei. Danach haben Bella und Graci mich noch ins Gebäude 1 begleitet, weil ich mein Willkommenspaket und meine Karte fürs Eislaufen abholen wollte. Dabei habe ich mitbekommen, dass es eine Campus Tour gibt und habe die gleich mitgemacht. Mit bei der Tour waren Neele aus Deutschland (glaube Nähe Hamburg), Anastasyia aus Belarus bzw. studiert in Polen und Jason aus Irland. Natürlich wurden fleißig bei allen Nummern und Instagram ausgetauscht und mit Anastasyia habe ich mich abends für die Erasmus Party verabredet. 
Gemeinsam mit Bella und Graci sind wir zwei gegen 9 Uhr dagewesen. In der Bar war es leider hammer voll, aber dafür konnte man ganz viele Leute kennenlernen und sich mit den verschiedensten unterhalten, das war also ziemlich cool! Anna, die Finnin, kam auch kurz vorbei, ist aber nicht so lange geblieben. Nachdem die Bar geschlossen hat, sind wir noch auf ein letztes Bier in eine andere Bar gesteppt, bevor Daniela, Graci und ich nach Hause gelaufen sind. Da bin ich auch ganz schön müde dann ins Bett gefallen. 

Donnerstag hatten wir morgens einen Kurs darüber, wie wir am Besten die digitalen.Möglichkeiten der Uni nutzen und welche wir benötigen. Danach bin ich kurz in die Gegend gesteppt, wo meine Wohnung sein soll und bin danach zur Uni gefahren, weil wir ein City Game hatten. Dabei wurden wir in verschiedene Gruppen aufgeteilt mit dem Zufallsprinzip. Ich war mit einem Mädchen aus China und zwei Jungen aus Mexiko in einer Gruppe. Als Aufgabe hatten alle, dass wir einer Route folgen sollten und dabei Fragen beantworten mussten, z.B. was die Inschrift in einer Straße ist, welche Jahreszahlen bei dem Gebäude stehen, welcher Kinofilm gerade am Charles de Gaulle Platz läuft oder wie viele Flaggen vor der Uni wehen. Am Ende kam man wieder bei der Uni raus und wir sollten auf die Preise und einen Snack warten. 
Das Coolste war definitiv, dass meine Gruppe mit einer anderen Gruppe auf Platz 1 war und wir uns deswegen nochmal battlen mussten, um zu entscheiden, wer Platz 1 bekommt und wer Platz 2. Dabei mussten wir raten, wie viele Klassenräume die Universität hat. Wir haben 80 geschätzt, die andere Gruppe 110 und es waren 87. Dadurch waren wir näher dran und haben gewonnen! Der Preis war richtig nice, weil wir einfach einen 50€ Gutschein bekommen haben für verschiedene Geschäfte! 
Als Snack gab es ein Getränk und einen Donut, der war auch super lecker. Anastasyia und Neele wollten noch ihre Karrigo Karte holen, also sind wir drei in die Stadt, während Bella und Graci kurz zu Bella in die Wohnung sind. Danach haben wir uns bei Galerie Lafayette getroffen und sind lecker Essen gegangen zu fünft. Abends sind wir dann noch Eislaufen gegangen, was von der Uni organisiert wurde. 










Meine Uni
Freitags ging es erst mal den Studentenausweis abholen. Danach bin ich mit ein paar anderen Austauschstudenten Crêpes essen gegangen und danach durch die Stadt geschlendert. Einmal kurz bei der Galerie Lafayette reingeschaut und dann zur Kathedrale, bevor wir uns Macarons und ich noch ein Eclair gekauft haben. Mir war relativ kalt und ich fühl mich bisschen krank, deswegen bin ich danach nach Hause ins Bett - nicht ohne mir vorher Kamillentee zu holen - und habe bisschen gedöst und Netflix geguckt. Abends sind wir dann zu l'Annexe - mit wir meine ich Maite aus Spanien, Bella und mich. Dort haben wir noch andere Austauschstudenten getroffen und ein paar Bier getrunken, also relativ entspannt aber ganz schön! 
Galette










Am Samstag habe ich ein bisschen ausgeschlafen und bin dann mit Neele auf den Markt beim Place des Lices gegangen. Der Markt ist ganz schön und bietet vor allem viele Früchte und Obst, Käse, Fleisch und Fisch an. Fürs Mittagessen habe ich mir Sushi gekauft und als Snack haben wir uns etwas von einem asiatischen Stand gekauft. Das war bisschen wie leckeres Brot aus Kroatien, also Teig angebraten aber mit Gemüse gefüllt! Danach sind wir noch kurz in ein Café bei Sainte Anne, weil es doch relativ kalt ist und haben ein wenig gequatscht, bevor ich nach Hause bin, um mich noch bisschen auszuruhen. Zuhause ging es dann weiter mit der Wohnungssuche, dort hat sich bisher leider nicht viel ergeben, außer, dass ich mir am Donnerstag eine Wohnung bzw. ein Zimmer angucken kann. Abends bin ich noch weggegangen mit ein paar anderen Austauschstudenten und Sonntag habe ich endlich mal ausgeschlafen und bin nachmittags mit Maite und Mona in den Parc du Thabor. Der ist echt cool, aber ich würde gerne kurz vorm Ende des Erasmus nochmal hin, wenn hoffentlich schon ein paar Blumen blühen! Der Park an sich ist relativ groß, hat ein Gehege mit verschiedenen Vögeln, u. a. Wellensittichen und flauschigen Hühnern, einen Wasserfall und einen Blumengarten. Danach sind wir noch zu einer Crêperie und dann nach Hause, weil es doch ziemlich kalt war.


















 

Das Rating der Macarons ist übrigens Folgendes:

Vanille-Passion: 5/10 

Himbeere: 7/10

Zitrone: 7/10

Caramel: 100/10

Schokolade: 90/10

Café: 80/10

Vanille: 8/10


Und das ist mein AirBnB:












Das war es für meine erste Woche!

Montag, 17. Januar 2022

Viva la France!

 Hello ihr Lieben! 

Gerade sitze ich in meinem AirBnB und bin schlag kaputt. Bis Brüssel ging alles super und ich hatte ne gute Zeit. In Brüssel musste ich erst mal ewig mein Gleis suchen, dann meinen Wagen und meinen Sitzplatz. Den musste ich lange suchen, aber hab ihn irgendwann dann gefunden. 

Leider hatte mein Zug insgesamt über 1 Stunde Verspätung, warum habe ich nicht 100% verstanden. Finds ja schon schwierig Zugdurchsagen auf Deutsch zu verstehen, aber vielleicht wird das bis Ende April ja was. Nächster Schock: Die Steckdosen gingen nicht und mein Handy Akku schrumpfte. Irgendwann war ich so verzweifelt, dass ich 4-5% auf der Toilette geladen habe, weil ich musste ja noch mein AirBnB finden. Mit bisschen mehr als 10% im Gepäck bin ich dann in Rennes rausgesteppt und wollte nur ins AirBnB. Leider hatte mein Uber die Kreditkarte rausgelöscht, also habe ich dann die Metro genommen, da hatte mein Host mir zum Glück die Instructions gegeben. 

Mit immer weniger werdendem Akku und steigender Panik bin ich also dann von der Metro zum AirBnB gesteppt. Leider hat mir Google aber nicht 100% richtig angezeigt, wo es ist, weil ich stand vor der 27 und musste zur 17. Mittlerweile waren wir bei 4% Akku, die Panik stieg. AirBnB Dude war nicht erreichbar, Panik stieg weiter. Mit letztem Akku checkte ich immer und immer wieder, ob er geschrieben hat und hab zur Not ein Hotel in der Nebenstraße entdeckt, ganz zur Not. Nach 20 Minuten warten steppte mir mein Host entgegen und die Odyssee hatte ein Ende. Jetzt sitze ich wie gesagt in meinem Zimmer, hammer müde und überfordert. Aber gut, dass die Uni die Orientierungswoche jetzt auf Mittwoch für Masterstudenten verschoben hat. Dann hätte ich mir weniger Stress machen können, ne? Aber sowas fällt auch nur den Franzosen so kurzfristig auf schätze ich. 

Mein Zimmer die nächsten Tage

Meinen Stundenplan habe ich so halb bekommen, er sieht sehr voll und verwirrend aus, aber scheint größtenteils oder ganz in Präsenz zu sein - das ist also schon mal gut. 

Dann nutze ich vielleicht morgen die Zeit, um mich auszuruhen, joggen zu gehen und schonmal eine ESN Karte zu holen! Eigentlich wollte ich gerne zum Disneyland Trip, aber eventuell habe ich an dem Tag jetzt Uni, manno. Vielleicht droppe ich den Kurs aber auch, ich habe ja mehr als genug.

Soweit als kleines Update - ich geh jetzt schlafen. Hab euch lieb! ♥