Dienstag, 28. Februar 2017

Erste Tage und erstes Update

Hey ihr lieben zuhause!

Laut meinem Vertrag von Au-pair link hätte ich zwar schon am 27. Januar anfangen sollen, aber meine Gastfamilie war so nett und hat gesagt, dass ich das Wochenende erst einmal nutzen soll um richtig anzukommen. Am Freitag haben wir eigentlich auch gar nicht mehr viel gemacht, weil ich noch so müde war, aber ich habe eine kurze Haustour bekommen bevor es ins Bett ging. Samstag und Sonntag habe ich dann bisschen den Alltag und die Routine meiner Kinder kennengelernt. Natürlich habe ich auch viel mit ihnen gespielt und ich hab mich schon da in sie verliebt. Samstags habe ich auch eine Tour über die Farm bekommen, die echt riesig ist! Dazu hat meine Gastfamilie über 1000 Kühe, was aber in Neuseeland nur eine mittelgroße Farm ist. Es ist echt interessant zu sehen, wie so eine Farm funktioniert oder wie die Kühe gemolken werden und mein Hostdad will mir noch mehr von der Farm zeigen und beibringen, worauf ich mich sehr freue!

Montags war dann mein erster Arbeitstag, aber zum Glück nur ein paar Stunden. Zwischendurch hatte ich auch meinen ersten Besuch von Sophie, einer Vertreterin von Au pair link, die nach den Au-pairs und den Familien guckt, damit alles klappt und jeder zufrieden ist.
Die nächsten zwei Tage hatte ich dann frei, aber irgendwie wusste ich nicht so viel mit mir anzufangen, da ich noch niemanden hier kannte. Also habe ich nur ein paar Dinge erledigt, die gemacht werden mussten, habe mich mit der Umgebung vertraut gemacht oder ganz viel mit Tomy geskyped.
Und außer meinen Wochenendtrips ist sonst auch nicht so viel passiert und von denen erzähle ich lieber in separaten Posts, sonst wird dieser zu lang.

Mittlerweile habe ich mich ziemlich gut in meinen Alltag reingefunden und entwickle eine Art Routine für die Kinder, die ich auch gerne ausbauen und behalten würde. So möchte ich mit James am Freitag regelmäßig zur Musikgruppe in der Kirche in Timaru. Wir waren letzte Woche das erste Mal da und ihm hat es sehr gut gefallen! Für mich ist es auch schön, da noch andere Au-pairs mit ihren Kindern zu der Musikgruppe gehen und wir danach zusammen auf den Spielplatz oder an schlechten Tag in die Bücherei gehen. Dort werden Geschichten gelesen und die Kinder mögen das auch gerne! Der Freitag ist dann eine angenehme Abwechslung und dadurch, dass wir den Vormittag unterwegs sein werden, auch nicht so lang. Dazu versuchen Sabrina und ich, dass unsere beiden Mädels sogenannte "Playdates" haben. Dann können Sasha und Charlotte ein bisschen Zeit miteinander verbringen, während Sabrina und ich quatschen und entspannen können, weil die beiden sich ganz gut selbst beschäftigen können.
Ansonsten sind wir meistens zuhause oder auf der Farm unterwegs und spielen hier :)

Und zum Glück habe ich hier schon mehrere andere Au-pairs kennengelernt, mit denen ich entweder am Wochenende wegfahre, weggehe oder auch manchmal unter der Woche etwas mache. Die meisten sind deutsch, aber wir haben auch eine Dänin, eine Kanadierin, eine Französin und eine Schwedin.

Mittlerweile habe ich mich also ziemlich gut eingelebt, Anschluss gefunden und auch mit den Kindern klappt meistens alles. Wenn jetzt noch bald mein Cottage fertig ist, kann ich endlich dort einziehen und meine Bilder aufhängen und für alles einen Platz finden.

Bisher kann ich nur sagen, dass die Zeit so schnell rumgeht. Ich kann gar nicht wirklich glauben, dass ich schon einen Monat lang von zuhause weg bin und ich freue mich so sehr auf die nächsten 6 Monate die vor mir liegen. Besonders freue ich mich auf die ganzen Trips, die jetzt noch kommen und die teilweise schon geplant sind oder in Planung sind, aber auch auf die, die ich jetzt noch nicht weiß. Neuseeland ist wirklich schön und ich kann es kaum erwarten meine Wochenenden oder freien Tage unter der Woche zu nutzen, um es besser kennen zu lernen. Aber trotzdem bin ich auch manchmal traurig, wenn ich daran denke, dass ich meine Familie und Freunde (und Tomy, aber du gehörst ja praktisch schon zur Familie, so gern wie dich jeder hat) für so lange Zeit nicht sehen werde und ihr mir jetzt schon so fehlt.

Ich wünschte, dass ihr alle hier sein könntet und dieses wunderschöne Land mit eigenen Augen sehen könntet, aber vielleicht kommt das ja noch - ich würde es mir für euch wünschen!

Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr mich noch nicht vergessen habt :p

Dienstag, 21. Februar 2017

Orientation Days

Hey ihr lieben zuhause!

Nach meinem langen Flug sind wir also endlich in Auckland angekommen und direkt zu den Orientation Days! Diese dienen einfach dafür, dass wir noch einmal auf alles, was uns erwartet, vorbereitet werden. Trotzdem hätten wir alle eine kleine Pause für besser gehalten, denn im Endeffekt haben wir vom ersten Tag nicht viel mitgekommen, da wir so müde waren. Wer weiß also, was wir alles unterschrieben haben, vielleicht haben wir ja unsere Seele verkauft :p
Für einige sind die Orientation Days vielleicht nicht so interessant, aber ich wollte sie trotzdem beschreiben, für die, die es interessiert.

In unseren Handbooks haben wir einen Ablaufplan der Orientation Days bekommen- wir haben den kompletten Mittwoch zwar verpasst, aber paar Sachen wurden mit uns nachgeholt.
So haben wir erst einmal einen neuseeländischen Bank Account eröffnet, damit wir bezahlt werden können und ein paar Formulare zusammen ausgefüllt, zum Beispiel wie man die IRD Number (Steuernummer) beantragt. Wir haben auch eine neuseeländische Nummer bekommen, aber im Endeffekt habe ich zu Vodafone gewechselt, da der Vertrag besser zu mir gepasst hat.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, was wir noch gemacht haben, da ich so müde war und es nur an mir vorbeigerauscht ist. Aber nach zwei Stunden wurden wir entlassen, endlich hieß es Dusche und danach Essen! Ansonsten haben wir auch gar nicht mehr viel gemacht. Sarah, Anna und ich sind noch kurz spazieren gegangen und danach schlafen.

Am Donnerstag ging es schon früh los, um viertel vor neun fing unser Programm an. Wir haben zunächst darüber gesprochen, wie wir Learning Stories schreiben können, über unsere Attendance Sheets und Communication Books. Die Learning Stories sind für alle Kinder unter 5 Jahren. Damit sollen wir eben zeigen, was wir in dem Monat zusammen gelernt haben- und die Kinder können sie sich angucken wenn wir weg sind. Die Attendance Sheets zeigen einfach nur unsere Stunden und dienen unserer Zahlung. In den Communication Books halten wir unsere Tage mit den Kindern fest. Unsere Hostparents können dann alles nachlesen, aber ich rede sowieso dauernd mit meinen, also ist das bei mir eher überflüssig- trotzdem muss ich es natürlich machen.
Danach haben wir kurz besprochen, wie man das Verhalten der Kinder beeinflusst und was wir in bestimmten Situationen machen können, z.B. wenn das Kind schreit oder weint, weil es seinen Willen nicht bekommt.

Mittags hatten wir dann eine theoretische Fahrstunde, um uns auf das Fahren auf der linken Straßenseite vorzubereiten. Danach haben wir kurz über Heimweh und einen Kulturschock gesprochen, bevor wir eine Stunde Freizeit hatten.
Am Abend hatten wir dann eine kleine Tour durch Auckland. Wir sind zum Mount Eden gefahren, zum Skytower - den ich persönlich sehr hässlich finde -, waren Essen und bei einem Kriegsdenkmal. Alles in allem war die Tour echt interessant! Fotos folgen am Ende :)

Freitags hatten wir einen Erste-Hilfe-Kurs. Eigentlich dachte ich, dass es total langweilig sein wird, da ich schon zwei oder drei in Deutschland hatte, aber hier haben wir viel mehr Themen behandelt, als nur Wiederbelebung oder wie man eine blutende Wunde behandelt. Ich habe also definitiv mehr gelernt als in all den anderen Kursen zusammen und kann jetzt auch ein Zertifikat aus dem Ausland herzeigen - was nicht jeder von sich behaupten kann. Danach haben wir noch kurze Themen behandelt, wie Essen, Reisen oder was ich im Falle eines Erdbebens zu tun habe.
Um halb drei musste ich dann wieder mit dem Shuttle an den Flughafen fahren, da ich um vier weiter nach Christchurch geflogen bin. Ich war leider total unmotiviert und habe den Flug überhaupt nicht genossen, aber ich glaube das kann mir niemand verübeln.

Am Flughafen habe ich dann zum ersten Mal meine Gastfamilie in echt gesehen und ich wusste gleich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und eine gute Zeit in Neuseeland haben werde! Meine Gasteltern haben mich wirklich so herzlich begrüßt und die Kinder haben sich sehr gefreut, dass ich endlich da bin. Anscheinend haben sie auch die ganze Zeit über mich geredet und waren nur bei den Skype Gesprächen so schüchtern, was mich echt beruhigt hat!
Von Christchurch hieß es dann noch einmal zwei Stunden Fahrt nach Timaru. Von meinen ersten Tagen in der Familie berichte ich euch im nächsten Post, dieser ist schon wieder so lang geworden. Tja, ich kann mich einfach nicht kurz fassen!
Liebe Grüße aus dem sonnigen Neuseeland! <3

 Unsere Hotelanlage


Der Pool! Leider sind wir nicht darin geschwommen, aber es tat gut die Füße reinzuhalten

Überall Palmen, wohin man sehen konnte

Anna, Julia und ich
der hässliche Skytower

Die deutschen Mädels vereint <3 

Bei dem Kriegsdenkmal 

Alexandra, Sarah und ich :) 
Damals in Auckland waren es circa 18.170 Kilometer bis nach Frankfurt. Von hier sind es 18.520 Kilometer bis nach Hause. 

Mt Eden



bester Milkshake!


Meine Reise nach Neuseeland

Hey ihr lieben zuhause!
Mein Abflug aus Deutschland ist zwar schon etwas länger her, aber ich wollte euch trotzdem daran Anteil haben lassen, da ich vielen erst nach meiner Ankunft in Auckland geschrieben habe.

Am 23. Januar ging es los für mich, aber vorher habe ich noch schön mit Tomy und meinen Eltern in Frankfurt an der Hauptwache gefrühstückt, bevor ich zuhause fertig gepackt habe. Natürlich war ich mit dem Packen wieder zu spät dran, wie immer also, und habe auch die ein oder andere Sache vergessen, aber zum Glück habe ich meine Mama, die alles für mich raussucht und mit einem Paket zu mir schicken lässt! Am Flughafen haben wir dann noch Robi, Marlin und Sonia getroffen, die mich mit verabschiedet haben, darüber habe ich mich so gefreut!
Zwar hatte ich beim Einchecken ein paar Probleme, da ich 5kg Übergewicht hatte (also meine Koffer, nicht ich :p). Die Dame am Schalter war aber lieb und ich musste nur mein Handgepäckskoffergewicht verringern und in den Koffer bekommen, was gar keine leichte Aufgabe war. Da ich aber so tolle Freunde und Familie habe, haben sie mich nicht nur ausgelacht, sondern auch geholfen. :D

Danach sind wir noch kurz zum Megges, da ich hungrig wie immer war, und bald danach hieß es auch schon Abschied nehmen, um durch den Sicherheitscheck zu gehen.
Meine Mama und ich haben ziemlich geweint, aber ich muss sagen, dass ich mich besser gehalten habe, als ich dachte. Trotzdem war der Abschied schwer und es ist komisch zu wissen, dass der Alltag meiner Liebsten ganz normal weitergeht, nur ohne mich.

Nach dem Sicherheitscheck flossen bei den vier Mädels, die mit mir geflogen sind, noch ein paar Tränen, aber danach war eher Aufregung angesagt!
Unser Flug ist zwar "erst" um 9 statt um halb 9 gestartet, da die Flügel unseres Flugzeuges eingefroren waren, aber trotzdem kamen wir nach circa 6 1/2 Stunden überpünktlich in Dubai an. Zum Glück mussten wir uns nicht um unser Gepäck kümmern, sondern konnten einfach nur nach unserem nächsten Gate suchen. Der Flughafen in Dubai ist ziemlich groß, aber auch sehr schön! Und nach dem langen Sitzen und dem noch längeren Sitzen das folgen sollte, haben wir die Stunden unseres Aufenthaltes genutzt, um möglichst viel zu laufen. Zwar wurden wir nach ein paar Runden schief angesehen von anderen und irgendwann haben wir uns nur noch unterhalten, wenn es darum ging, ob wir abbiegen oder nicht, aber es tat gut. In Dubai haben wir auch etwas gegessen und im Duty Free Shop gekauft. Nach dem Flug waren wir verständlicherweise auch müde, vor allem aber da wir alle nicht mehr als eine halbe Stunde geschlafen haben.

Von Dubai aus ging es dann nach Auckland mit einem Zwischenstopp in Brisbane, um technische Dinge wie Tanken zu erledigen und da einige aussteigen und andere zusteigen mussten. Eigentlich mag ich ja fliegen, aber der Flug war wirklich lang und ich hatte auch noch das Pech und hatte einen Sitz in der Mitte. Beinfreiheit gab es also für 13 oder 14 Stunden gar nicht, bevor wir in Brisbane gelandet sind. Leider saßen auch die anderen Mädels weit weg von mir und so sah ich sie erst am Flughafen wieder. Auch auf diesem Flug habe ich außer 4 Stunden gar nicht geschlafen, dementsprechend sahen wir alle fertig aus und fühlten uns auch so. Die Zeit am Flughafen haben wir genutzt, um unseren Liebsten kurz zu schreiben, bzw. haben wir alle mit unserem Freund telefoniert. Danach ging es also weiter nach Auckland und nach 3 Stunden weiteren Fluges sind wir endlich um 3 Uhr Ortszeit am 25. Januar in Auckland gelandet. Bis wir aber unsere Koffer hatten, durch den Zoll und alles waren, war es auch schon 5 Uhr. Mit dem Shuttle sind wir in unser Hotel gefahren. Dort wurden wir schon erwartet, da die Orientation days schon um 2 gestartet haben, ohne uns eben. Ohne Pause oder sonstiges nach 30 Stunden unterwegs sein, ging das Programm auch für uns los und erst nach zwei weiteren Stunden konnten wir unsere Zimmer beziehen und endlich duschen.
Da der Post doch länger geworden ist, als ursprünglich geplant, hänge ich euch nur noch ein paar Fotos an und berichte von den Orientation days und meinen ersten Tagen in meiner Familie im nächsten!

Ich vermisse euch alle sehr, aber genieße die Zeit in Neuseeland sehr und habe mich schon jetzt in das Land und die Menschen hier - besonders meine Gastfamilie- verliebt!


Ich seh zwar zerknautscht aus, aber es gibt in so Momenten echt Schlimmeres!

Und zum Glück habe ich die besten Freunde der Welt, ich vermisse euch so sehr!



Links ist Sarah, sie ist jetzt in Hamilton und in der Mitte Alexandra, sie lebt in Auckland.

Neben mir saß Anna, sie lebt jetzt in Taupo und daneben sitzt Julia, sie lebt ebenfalls in Auckland.
Also leider alle weit weg von mir auf der Nordinsel :(





 Das erste, was man in Auckland sieht







 Aber wir hatten echt Glück, das Essen im Flugzeug war mega lecker!