Montag, 23. September 2019

Algarve #1 Faro

Hey meine Lieben zuhause!

Eigentlich hatte ich den Post schon fertig, aber irgendwie wurde er nicht gespeichert. Also noch einmal! Und wieder einmal ein bisschen später als geplant, aber irgendwie waren wir immer unterwegs und ich kam nie dazu, meine Fotos zu sortieren oder hochzuladen. Ich denke, ich werde meine Algarve Zeit nur in zwei Teile packen, aber mal gucken wieviele Fotos ich so habe, müssten mal wieder eine Menge sein.

Am Sonntag sind Ammaarah und ich um 17.15 in Faro angekommen, haben uns ein Uber genommen, was viel einfacher war mit dem ganzen Gepäck und sind zu unserem Apartment gefahren. Aufgemacht hat uns unser Host ohne Oberteil, kein schöner Anblick, da er Rentner, käseweiß und dickbäuchig ist. Danach haben wir eigentlich nur unsere Sachen verstaut und sind erst einmal zum LIDL gelaufen, um uns was zu Essen zu holen. Zum Abschluss des Tages haben wir eigentlich nur gekocht und uns angesehen, was wir die nächsten Tage so machen könnten.

Am ersten richtigen Tag sind wir dann morgens direkt einmal zur Fähre gelaufen und sind mit dem Boot nach Culatra gefahren. Die Fahrt dauert circa 25 Minuten und ist an sich schon super schön! Auf Culatra waren wir eigentlich nur am Strand und haben uns gesonnt, bevor wir über den Sand in Richtung Leuchtturm gelaufen sind, super anstrengend durch den Sand und es hat gefühlte Jahre gedauert (in Wirklichkeit war es glaube bisschen mehr als eine Stunde oder höchstens 1 1/2). Am Leuchtturm haben wir dann festgestellt, dass unsere Fähre ja von Culatra und nicht von Farol (Leuchtturm) aus fährt, aber die Dame meinte, dass das okay ist, weil wir ja anscheinend rübergelaufen sind. Also durften wir doch mitfahren :D
Die Kirche auf Culatra 
Auf dem Weg zum Strand! 
Der Leuchtturm von Culatra
kleine Sandinsel auf dem Rückweg

Nach Culatra haben wir kurz am Hafen gewartet, bis wir die Fähre nach Armona nehmen konnte. Unser Host aus dem AirBnB hatte uns die Insel empfohlen, aber leider war Ebbe als wir ankamen und die Lagune damit fast nur noch Sand. Eigentlich war es trotzdem schön, v.a. die auf Sand liegenden Schiffe zu sehen, aber im Vergleich zu Culatra hat es mir gar nicht gefallen. Also sind wir nur ein bisschen spazieren gegangen, bevor wir uns ans Meer gesetzt, gegessen und den Sonnenuntergang beobachtet haben. Danach ging es dann mit der Fähre ins AirBnB und ab ins Bett, denn am nächsten Tag ging es für uns nach Faro in die Stadt.
 Ammaarah und ich wissen leider bis heute nicht, was diese Dinger sein sollen

Am nächsten Tag, den 27. August also, ging es dann für uns nach Faro in die Stadt mit dem Zug. In Faro angekommen sind wir als Erstes ein wenig durch die Stadt gelaufen und zur São Pedro Kirche, die wir uns auch direkt angesehen haben. Der Altarraum war wirklich wunderschön mit all den goldenen Verzierungen und die Bilder der Kirche waren auch beeindruckend. 


 Nach der São Pedro Kirche sind wir zur Igreja de Nossa Senhora do Carmo gelaufen, die von außen ein wenig schlicht gehalten ist, das das Innere aber wieder wettmacht. Auch hier war wieder alles prunkvoll mit Gold verziert, aber das Highlight war für uns die "Capela dos Ossos", also die Schädelkapelle. Im Gegensatz zu unseren Erwartungen war die Kapelle sogar gar nicht gruselig, sondern einfach nur faszinierend. Über dem Eingang steht eigentlich geschrieben: Pára aqui a considerar que a este estado hás-de chegar[, was sich grob übersetzen lässt in "Verharre hier einen Moment und bedenke, dass auch du einmal diesen Zustand erreichen wirst". Den Schriftzug haben wir aber leider nicht gesehen :/ 
 die Igreja von außen
 von Innen, rechts gehts zur Capela dos Ossos
 Und hier die Schädelkapelle, wenn man schon drin steht. Links liegt der Ausgang
Das Bild war auf dem Weg zur Kathedrale
Anschließend haben wir uns die Kathedrale Sé angesehen und sind auf den Turm gestiegen. Die Treppen waren super eng, teilweise konnte man nicht einmal an einer anderen Person vorbeilaufen, und super rutschig. Also tausend Dank an meinen Schutzengel, dass ich nicht die Treppe runtergefallen bin. Die Aussicht hat sich dafür mehr als gelohnt und auch der Innenraum der Kathedrale war nicht schlecht. Außerdem gab es eine Sonnenuhr an der Wand, das war ziemlich cool! 
 Die Kathedrale von außen, Kathedrale ist vielleicht auch ein bisschen übertrieben, aber psst.
 die Sonnenuhr
 Und zweimal die Aussicht vom Turm aus

Nach der Kathedrale haben Ammaarah und ich uns auf den Weg zur Bushaltestelle gemacht, weil wir mit dem Shuttle nach Estoi fahren wollten, um uns römische Ruinen anzusehen. Wir haben es sogar noch geradeso geschafft, unseren Bus zu bekommen, aber war wirklich sehr sehr knapp. In Estoi angekommen, mussten wir erst einmal wieder den ganzen Berg runterlaufen, was nicht ganz so angenehm war in der glühenden Mittagshitze und Sonne, aber naja. Bei den Ruinen selbst gab es zunächst ein kleines Museum mit Funden aus der Villa und ein paar Informationen. Das Haupthaus selbst ist noch ziemlich gut erhalten, zumindest von außen. Drinnen gibt es zwar auch noch einzelne Abtrennungen, aber ansonsten sieht man nur noch Umrisse. Trotzdem ziemlich cool natürlich! Leider konnte ich das Mosaik mit den Delfinen nicht finden, wobei ich mich auf dieses besonders gefreut hatte. 
Eine Kirche auf dem Weg zu den Ruinen
 Einmal der Plan von wie es früher aussah
 Das Gebäude hier war einmal der Tempel der Villa
 ein kleiner Überblick, in Echt ist das Gebiet noch viel größer und erstreckt sich noch viel weiter
 im Haupthaus, aber ich weiß leider nicht mehr, in welchem Raum
 Das war noch in dem Museum 

 Leider haben wir den Bus zurück verpasst, weil die nette Dame im Museum uns an die falsche Bushaltestelle geschickt hat. Dafür haben wir uns dann ein Eis geholt, weil es sonst nicht zum Aushalten gewesen wäre in der Sonne und haben uns ein wenig in den Schatten gesetzt, bevor wir auf die Suche nach der richtigen Bushaltestelle gegangen sind. In Faro angekommen, sind wir schnell zur Fähre gehetzt, weil wir noch unbedingt auf die Ilha Deserta wollten. Und wir hatten Glück, die Fähre hatte Verspätung und wir konnten noch schnell drauf. Für die Fahrt zurück mussten wir zwar ein Speedboat buchen, aber naja. Immerhin haben wir es geschafft! :D
Die Ilha Deserta ist wirklich wunderschön und ich kann euch allen nur mehr als empfehlen diese Insel zu besuchen, solltet ihr mal an der Algarve sein! Wie der Name sagt ist die Insel unbewohnt, es gibt nur ein Restaurant und eine Snack-Bar, ansonsten nichts außer Strand, Meer und einen Steg, der über die Insel führt. Außerdem gibt es einen kleinen niedlichen Leuchtturm in rot und auf einer Insel weiter einen gleichen in grün. Das Wasser ist richtig klar, aber leider kalt (kann man sich ja denken) und der Sand war richtig angenehm warm und fein an den Füßen! Trotzdem hat es sich ein wenig gezogen über den Strand zu laufen, aber wir wollten unbedingt an den südlichsten Punkt Portugals. Und der war dann gar nicht so spektakulär, sondern sah eher aus wie ein Müllhaufen. Well. Dafür sind wir dann über den Steg zurück, konnten so die andere Seite der Insel sehen und am "Hafen" warten, bis unser Speed Boat uns abgeholt hat. Die Fahrt war super lustig, also auch das kann ich mehr als nur empfehlen! Und 1x Speed Boat fahren kostet 10€, einmal Fähre 5€. Hält sich also beides noch in Grenzen. :)
 Der Flughafen von Faro ist fast direkt am Meer, deswegen sieht man öfter mal sehr tiefe Flugzeuge
 der kleine süße Leuchtturm auf der Insel nebenan
 das Wasser, soo schön türkis und dunkelblau gemischt 
 der Leuchtturm (Farol) von der Ilha Deserta
der südlichste Punkt Portugals  
sogar mit einem Verweis nach Bochum, warum auch immer  
 der Steg könnte mal eine Reparatur vertragen
der Sonnenuntergang auf dem Speed Boat
An unserem letzten richtigen Tag sind wir noch einmal morgens an den Strand von Armona gefahren, weil wir die Insel mal bei Flut sehen wollten. Und tatsächlich war sie viel viel schöner, aber Culatra ist und bleibt meine Lieblingsinsel von den beiden. Auf Armona haben wir uns tatsächlich nur gesonnt, sind schwimmen gegangen und dann anschließend mit der Fähre nach Culatra gefahren. Dort haben wir uns auch noch einmal an den Strand gelegt, aber es war ziemlich kalt, also mit Anziehsachen. Eigentlich wollten wir uns den Sonnenuntergang ansehen, aber leider mussten wir schon wieder zurück, bevor es richtig losging. Dafür konnten wir ihn auf dem Weg zum Hafen und auf der Fahrt beobachten, das war auch ganz schön! Abends saßen wir dann noch auf der Terrasse und dann ging es auch schon ins Bett. Ich hänge euch mal an den Schluss ein Bild von den Straßen, Koffer auf ihnen zu ziehen macht keinen Spaß und unsere Hände taten so weh danach! Außerdem hatten wir ein Riesenglück am Abfahrtstag (29. August) (Ironie), weil wir unseren 1. Zug verpasst haben (wir haben auf ein Uber gewartet, das kam aber nicht, also mussten wir doch laufen und das hat ewig gedauert mit Koffern), unser 2. Zug hatte Verspätung, sodass wir unseren Anschlusszug nach Albufeira verpasst haben und noch einmal 15€ zahlen durften. Was ein Tag! :D 
 die Lagune von Armona bei Flut 
 Auf dem Weg zum Hafen

So meine Lieben! Ich hoffe, dass euch die Bilder genauso gut gefallen wie mir und dass ihr einen kleinen Einblick bekommen habt! Ich versuche natürlich so schnell wie möglich alles nachzuholen und euch auf dem Laufenden zu halten, aber leider haben wir mittlerweile Hausaufgaben in der Uni auf, also muss ich da ein wenig mehr Zeit investieren! :D ich hoffe, dass es euch allen gut geht und freue mich, euch bald zu sehen! Hab euch lieb und vermisse euch <3