Dienstag, 28. März 2017

Meine Familie

Hey ihr Lieben! <3
Da ihr schon öfters gefragt habt, dachte ich mir, dass es endlich an der Zeit ist über meine Gastfamilie zu schreiben, in der ich meine 6 Monate verbringe (auch wenn zwei leider schon rum sind). Ich war die erste Wahl meiner Familie und könnte hier wirklich nicht glücklicher sein! Meine Kinder sind zuckersüß, wir verstehen uns ziemlich gut und meistens sind sie auch brav. Außerdem sind meine Hostparents super lieb und wir verstehen uns auch ziemlich gut! Sie kommen mir auch ziemlich entgegen und versuchen, dass ich während meiner 6 Monate bei ihnen so viel wie möglich sehen kann. Zum Beispiel verschieben wir manchmal meine "days off", damit ich wegfahren kann. Ich bin wirklich froh, dass ich in meiner Familie bin und nicht in einer anderen. Und ich verbringe sehr gerne Zeit mit meinen Kindern oder Hostparents, auch wenn ich nicht arbeite. Besonders cool an meinen Hostparents ist auch, dass sie mir bei der Planung meiner Wochenenden oder "days off" helfen und mir Dinge sagen, die ich unbedingt machen sollte.


Aber jetzt zu meinem neuen zuhause:


Ich lebe auf einer Farm 5 Minuten von Pleasant Point, das man von der Größe her mit Lämmerspiel vergleichen könnte. Jeder kennt sich und es ist ein kleines, süßes Städtchen mit dem Nötigsten, das man braucht. Alles andere gibt es dann in Temuka (circa 10 Minuten entfernt), Geraldine oder Timaru (ca. 20 bis 25 Minuten entfernt).
Mein Hostdad führt die Farm zusammen mit seinem Vater. Ich weiß zwar nicht die Größe der Fläche, aber wir haben circa 1000 Kühe und diese wechseln die Weide täglich, damit das Gras nachwachsen kann. Ihr könnt euch also hoffentlich vorstellen, dass es riesig ist. Momentan haben wir auch Kälber, richtig süß! Und wenn ich mit meinen Kindern spazieren gehe, gucken wir uns oft die Kühe an oder sehen zu, wie sie gemolken werden. Besonders James liebt das. Manchmal haben wir die Kühe direkt vor unserem Haus, dann kann man sie auch durch das Fenster beobachten. Und wenn nicht, brauchen wir höchstens 15 Minuten zu Fuß. Die Farm ist also nah, streckt sich aber ziemlich weit in die Breite. Auch das Haus ist ziemlich gemütlich und schön eingerichtet. Ich habe mich wirklich direkt wie zuhause gefühlt! Die Form ist eher wie ein L und wir haben zwei Wohnzimmer, eine Küche mit Waschküche, zwei Badezimmer, die Kinderzimmer, ein Büro, das Schlafzimmer der Eltern und eiin Gästezimmer. Die Kinder haben zwar viel Spielzeug, aber meine Hostparents haben das richtige Maß getroffen. Es ist genug, damit wir immer mal eine Abwechslung haben, aber nicht zu viel. Außerdem achten meine Hostparents darauf, dass die Kinder nicht zu viel fernsehen, was ich in ihrem Alter wirklich wichtig finde. Dazu kommt ein riesiger Garten vor und hinter dem Haus, in dem wir oft spielen- vorausgesetzt, dass es nicht regnet. Im Garten haben wir die verschiedensten Pflanzen und Blumen. Für die Kinder gibt es ein "Playhouse", eine Schaukel, ein Klettergerüst und Trampolin. Dazu kommen Roller, Fahrräder, Stelzen, Bälle, etc. Wir finden also immer etwas, um uns zu beschäftigen und haben eine gute Auswahl!


Jetzt zu meinen Gasteltern:
Meine Gastmama heißt Mandy und ist 35 Jahre alt. Sie ist super lieb und fürsorglich und wir reden oft abends zusammen- über alles Mögliche. Auch als ich krank war hat sie sich sehr um mich gekümmert und mich immer gefragt, ob ich was brauche. Momentan ist sie mit ihrem vierten Kind schwanger, aber leider kommt das erst wenn ich entweder auf der Nordinsel oder in Australien bin :(  Sie hat ihren eigenen Shop mit Sachen für den Garten, Dekorationen, Geschenken, Schmuck, etc. zusammen mit der Mama meines Gastpapas. Der Shop hat am Wochenende geöffnet, deswegen muss ich auch meistens einen oder einmal im Monat beide Tage am Wochenende arbeiten (Dafür bekomme ich aber auch mindestens ein komplettes Wochenende frei). Der Shop ist wirklich süß und meine Gastmama arbeitet gerne darin. Dazu backt sie auch gerne oder dekoriert gerne das Haus. Das merkt man, weil es einfach mega gemütlich ist, man fühlt sich direkt wohl, aber es sieht auch schön aus. Außerdem ist sie gerne im Garten und kümmert sich natürlich um die Kinder- wenn ich nicht arbeite. Früher war sie Lehrerin und manchmal unterrichtet sie heute für ein paar Stunden. Ich hab echt  Glück, weil ich mit ihr über alles reden kann, wir verstehen uns wirklich gut und gucken oft abends Filme zusammen und lassen den Tag ausklingen.




Mein Gastpapa heißt Hayden und ist 39 Jahre alt. Er spielt gerne Squash, geht gerne jagen (ab morgen macht er einen Jagdtrip an der Westküste der Südinsel), trinkt gerne Bier (deutsches schmeckt ihm ziemlich gut), aber er sucht auch gerne Herausforderungen. Erst vor ein paar Wochen war er ein paar Tage in Wanaka und ist von dort aus auf Mount Aspiring. Mit dem Hubschrauber ging es hoch, dann sind sie bisschen geklettert und in den nächsten zwei Tagen sind sie runtergewandert und geklettert. Mit meinem Hostdad gucke ich auch oft Filme zusammen (meistens mit meiner Hostmum zusammen), wobei wir manchmal nicht so begeistert von der Filmwahl des anderen sind. Dazu trinken wir ab und zu ein Bier und mein Hostdad macht gerne mal den ein oder anderen Spaß.
Bei den Arbeiten für mein Cottage hat er gerne geholfen und generell ist er derjenige, der Sachen im Haus oder auf der Farm repariert.
Meine Hostparents mögen es aber auch mit ihren Freunden wegzugehen und erst vor einer Woche waren sie auf einer Feier bei Freunden eingeladen. Neuseeländer mögen Mottopartys, diesmal war es Piraten.


Dazu kümmere ich mich um meine drei Kinder. James, Charlotte und Sophie.


James ist mein Jüngster und gerade einmal 1 1/2 Jahre alt, aber auch mein Sonnenschein. Es ist wirklich einfach sich um ihn zu kümmern und es macht so viel Spaß ihm zu zusehen, wie er neue Dinge lernt. Seit diesem Monat kann er endlich laufen und er könnte nicht glücklicher darüber sein. Wir spielen oft mit den Dinos (gut, mit denen will vor allem ich spielen), mit Auto, Lego, Farmtieren oder Holzblocks. Eigentlich kann er sich für alles interessieren, er ist gerne draußen, bekommt gerne Bücher vorgelesen, ist gerne auf dem Spielplatz oder einfach auf Erkundungstour zuhause. Mein James kann aber auch ziemlich grumpy (schlechtgelaunt) sein, vor allem wenn er Hunger hat oder müde ist- wie ich also. Ich genieße die Zeit mit ihm sehr, weil er momentan noch ziemlich ruhig ist und einfach glücklich ist, wenn man sich nur um ihn kümmert. Dazu kommt, dass sein Lächeln einfach das süßeste auf der Welt ist. Jeder, wirklich jeder, den wir zusammen treffen sagt immer wie süß er ist und verliebt sich sofort in ihn. Tja, was soll ich sagen, mich hat er ja auch um den Finger gewickelt. Aber mich hat er auch ziemlich gern.
Manchmal wenn er mich nicht finden kann, sucht er mich panisch und fängt an zu weinen - bis ich ihn dann auf den Arm nehme und wieder beruhige.
Er kann zwar noch nicht sprechen, aber seine Laute hören sich teilweise wie mein Name an, besonders wenn er mich sucht oder ich in den Raum komme. Auf dem Spielplatz haben wir heute auch neue Dinge ausprobiert und er hat sich erst wirklich getraut, als er meine Hand gehalten hat und sich sicher war, dass ich bei ihm bin und bleibe. Es ist wirklich zuckersüß, wie er sich manchmal (wie auf dem Foto) an meine Beine kuschelt, wenn ich z.B. kurz weg war oder er verunsichert ist. Ich bekomme auch oft Umarmungen von ihm und ich kann einfach nicht genug von meinem Kleinen bekommen.
 Charlotte ist meine mittlere mit 3 1/2 Jahren. Ihre Persönlichkeit kann ziemlich verschieden sein. Eigentlich ist sie wirklich süß und ich liebe sie sehr, aber manchmal kann sie auch ein kleines Teufelchen sein. Tja, so wie ich früher, wobei ich ja immer noch der festen Überzeugung bin, dass ich immer nur ein Engel war (und natürlich bin). Manchmal ist es schwer sie für eine längere Zeit mit einer Aktivität zu beschäftigen, weil sie einfach ziemlich aktiv ist und auch ziemlich neugierig. Charlotte mag es kreativ zu sein, wir basteln und malen oft - und damit kann sie sich auch oft länger beschäftigen. Ich mag es vor allem ihr dabei zuzusehen, weil ihr immer neue Dinge einfallen und sie mit großer Konzentration und Freude an ihren Bildern arbeitet. Ansonsten denkt sie sich auch gerne mal Spiele aus. Oft spielen wir aber auch nur mit Lego, den Farm Tieren, Verstecken oder gehen raus. Mit Charlotte macht eigentlich alles Spaß und ihr Lachen ist unglaublich süß, allein wenn man sie lachen hört, hat man sich schon hoffnungslos in sie verliebt. Vor dem Schlafengehen bekomme ich jetzt immer eine Umarmung von ihr und einen Kuss, dazu "Gute Nacht" auf Deutsch, richtig süß. Mit ein paar Dingen braucht sie noch Hilfe, aber ansonsten ist sie ziemlich reif für ihr Alter. Oft macht sie das, was ihre große Schwester macht und es ist richtig süß, wie die beiden miteinander umgehen. Momentan versuchen Charlotte und ich Fahrrad fahren zu lernen und sie ist wirklich gut darin. Wir machen es erst seit knapp einem Monat und auch nur ein oder zwei mal die Woche für zehn oder fünfzehn Minuten, aber mittlerweile kann sie ohne Hilfe die Auffahrt hinunterfahren (und manchmal zurück) und teilweise beim Fahren drehen. Nur beim Anfahren braucht sie noch Hilfe und wir müssen die Ausdauer üben, aber sie macht die Sache wirklich gut und ich bin wirklich stolz auf sie. Ab nächster Woche geht sie nicht mehr in Preschool, sondern in Kindy und ich freue mich so für sie, weil sie sich schon so lange darauf freut.
Meine größte heißt Sophie, ist 5 Jahre alt und hat im Januar mit der Schule angefangen. Deswegen kann ich leider nicht so viel Zeit mit ihr verbringen wie mit meinen anderen beiden, aber trotzdem liebe ich sie natürlich nicht weniger. Sophie ist ebenfalls ziemlich neugierig und vor allem auch wissbegierig. Dazu finde ich, dass sie für ihr Alter schon ziemlich viel weiß, wahrscheinlich, weil sie so viele Fragen stellt. Oftmals fragt sie mich auch nach deutschen Wörtern und die Aussprache ist meistens beim 1. Versuch schon fast komplett richtig. Außerdem kann sie sich die Wörter gut merken und mittlerweile sagen mir meine beiden Mädels nur noch auf deutsch gute Nacht. Sophie ist gerne aktiv und mag Turnen und Schwimmen. Aber auch Fahrrad fahren oder auf ihrem Scooter durch die Gegend cruisen mag sie sehr gerne. Wie Charlotte ist sie auch ziemlich kreativ und genießt es, wenn wir einfach nur malen. Manchmal versucht sie meine anderen beiden ein bisschen rumzukommandieren, aber zum Glück passiert das nicht so oft.
Sophie hat ziemlich viele Ideen für Aktivitäten oder Spiele, die wir zusammen machen können. Es macht viel Spaß sich zusammen mit ihr Spiele auszudenken. Oft üben wir auch ihre Wörter oder ihr Lesen zusammen und dafür, dass sie erst fünf Jahre alt ist, kann sie schon ziemlich viel.
Außerdem versucht Sophie immer zu helfen, egal um was es geht. Ich verbringe wirklich Zeit mit ihr und es ist schade, dass ich sie nicht so oft sehen kann wie Charlotte oder James. Aber dafür genieße ich die Zeit mit ihr umso mehr und freue mich immer, wenn ich sie von der Schule abholen kann.
Ich bin also wirklich glücklich in meiner Hostfamily und freue mich riesig auf die nächsten 4 Monate- und habe Angst vor dem Tag, an dem ich sie verlassen muss.



Roadtrip #4 Christchurch


Hey ihr lieben zuhause! <3
Ich hoffe, dass es euch genauso gut wie mir hier! Am 2. und 3. März ging es für mich nach Christchurch. Meine Gastmama musste wegen dem Shop für ein paar Tage nach Auckland, also hatte ich fünf Tage frei. Leiter hatte ich kaum Zeit, um meine Zeit richtig zu planen (und zugegebenermaßen, ich war einfach zu spät dran), also ging es für mich noch einmal nach Christchurch, da ich vieles noch nicht gesehen habe.
Ich wollte um 8.30 losfahren, es wurde 9. Tja, meine Unpünktlichkeit hätte ich in dem Bezug echt in Deutschland lassen können, aber manche Dinge ändern sich vielleicht nie. Ich kam trotzdem um circa halb zwölf an und als erstes ging es für mich in den Hagley Park.
Der Park an sich ist echt schön, aber trotzdem habe ich nicht viel Zeit darin verbracht, sondern mich auf den Weg ins Canterbury Museum gemacht. Wie auch die anderen Museen war dieses kostenlos, sie hoffen lediglich auf Spenden. Im Museum konnte man eine Straße des alten Christchurch begutachten, eine Antarktis-Ausstellung besuchen, etwas über Air New Zealand erfahren (nur eine momentane Ausstellung), sich alte Kleider, Kriegsauszeichnungen, Tiere, alte Möbel und verschiedene Kulturen angucken. Außerdem gab es eine Mini-Ausstellung über Dinosaurier- mit zwei Exemplaren, yeah! Das war für mich natürlich das Highlight :D

Sir Julius von Haast, nach ihm ist auch ein Pass benannt


Nach dem Museum habe ich mir kurz das Christ's College angesehen, eine private Highschool für Jungen. Wie überall in Neuseeland müssen auch sie eine Schuluniform tragen, in ihrem Fall ist diese ein Nadelstreifenanzug. Es ist schon bisschen seltsam, wenn man circa 12-Jährige im Anzug sieht.
Nicht das Christ's College, sondern eine Straße in Christchurch
Danach ging es für mich in die Art Gallery. Die Art Gallery ist nicht nur für ihre Ausstellungen bekannt, sondern auch für das Gebäude selbst. Die Gallery ist ein Glasgebäude und hat das Erdbeben von 2011 relativ gut überstanden. Wie die Museen ist auch die Gallery kostenlos und die Ausstellungen waren teilweise echt interessant. Es gab zwar auch welche, deren Sinn ich nicht verstanden habe, aber naja. Am Besten fand ich jedoch die Stücke, bei denen man selbst mitmachen konnte- dadurch war es dann auch nicht so langweilig. Man hatte zum Beispiel Kopfhörer auf und wenn man die Frequenzlinien auf dem Tisch berührt hat oder darüber gestrichen ist, hat sich der Ton geändert, echt cool :)
 Die Gondel in Christchurch ist relativ bekannt, also wollte ich sie ausprobieren und bin als Nächstes in die Port Hills gefahren. Die Gondelfahrt selbst ist relativ kurz, führt aber auf Mount Cavendish und man hat einen tollen Ausblick auf die Port Hills und die Umgebung Christchurchs. Man kann auf Mount Cavendish auch wandern, aber ich hatte leider nicht so viel Zeit. Also habe ich mir nur noch kurz die Ausstellung angesehen wie Canterbury entstanden ist und bin dann wieder nach unten gefahren.
Von dort aus ging es für mich nach Lyttelton. Der Hafen ist eine kleine Berühmtheit, vor allem wegen der Glocke und dem russischen Fischerschiff. Leider konnte man beides nicht sehen, deswegen habe ich mir nur etwas zum Mittagessen geholt und bin dann weiter zur Governors Bay gefahren, zu She's Chocolate. Die Schokolade soll ziemlich lecker sein, aber leider war ich eine halbe Stunde zu spät. Trotzdem haben die Mitarbeiter noch einmal kurz für mich geöffnet, damit ich meine Schokolade kaufen kann - die netten Kiwis eben. Leider ist mir meine Schokolade dann im Auto geschmolzen, tja $30 für nichts ausgegeben. Aber vielleicht kann ich ja nochmal dort vorbeifahren und es nochmal versuchen. Die eine Praline, die ich noch retten konnte, war wirklich ziemlich lecker!
Danach ging es für mich ins Hostel, da mein Handyakku mal wieder fast leer war. Mein Hostel hieß "Jailhouse" und ist in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht. Man sieht noch deutlich, dass es mal ein Gefängnis war, aber es wurde natürlich renoviert- und unsere Betten sehen doch viel bequemer aus als die damaligen. Zum Glück hatte ich das Hostel in meinem Reiseführer gefunden! Man konnte auch ein Foto als "Gefangener" machen, eine echt coole Idee! :)
Mit mehr Akku ging es dann wieder weiter für mich, diesmal zum Victoria Clock Tower. Der Tower ist zwar nicht wirklich etwas Besonderes, aber trotzdem finde ich ihn ziemlich schön und wollte ihn mir einfach mal kurz ansehen.
Danach ging es für mich in Richtung Cathedral Square. Dort habe ich mir dann die Überreste der Cathedral angesehen, die beim Erdbeben ziemlich stark beschädigt wurde und bisher nicht aufgebaut wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob sie überhaupt wieder aufgebaut wird. Christchurch würde es zwar gerne machen und hat auch viele Pläne zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben, aber teilweise fehlen wohl die Mittel dazu.
 Danach ging es für mich zur "New Regent Street", eine kleine Einkaufspassage mit kleinen Geschäften und netten Restaurants. Da ich spät dran war, waren alle Geschäfte schon geschlossen, aber das tat wahrscheinlich meinem Geldbeutel gut.
 Anschließend bin ich wieder zum Cathedral Square gelaufen- diesmal zu "the Chalice". Eigentlich hatte ich es schon vorher gesehen, als ich mir die Cathedral angesehen habe, aber leider wusste ich nicht genau wie "the Chalice" aussieht und bin also ein bisschen umständlich gelaufen- mein Pech, hätte ich mich mal besser informiert und nicht alles last Minute überlegt.
Danach habe ich mir auch gar nicht mehr viel angesehen, ich war müde und kaputt vom Tag. Trotzdem ging es noch zur "Cardbord Cathedral", die die alte Cathedral momentan ersetzt. Bei der "Cashel Street" handelt es sich um eine Straße, die aus Containern besteht. In den Containern sind vorläufig kleine Läden und Shoppingmöglichkeiten untergebracht, bis die Malls wieder aufgebaut sind. Für mich ging es noch zur "Cathedral of the blessed sacraments", die katholische Variante. Leider ist auch diese noch zu stark vom Erdbeben beschädigt und man kann sie nur von außen betrachten.
Cardboard Cathedral
Cathedral of the blessed sacraments
Eigentlich wollte ich mir danach noch eine Kirche angucken und die "Bridge of Remembrance", aber es sind zu viele Straßen gesperrt und nach einer Weile habe ich es aufgegeben, die Müdigkeit hat gesiegt. Eigentlich schade, weil die "Bridge of Remembrance" an die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg erinnern soll- und ich als ehemaliger Geschi-LKler hätte das gerne gesehen.
Naja, war wohl nichts. Also ging es für mich zurück ins Hostel. Dort habe ich nur schnell was gegessen, mich kurz mit anderen Reisenden unterhalten und danach mit meinem Tomy telefoniert, bevor es für mich nach einem langen Tag endlich ins Bett ging.
Am Freitag ging es wieder um neun los für mich. Zunächst ging es zum "Riccarton House", das soll zwar ziemlich schön und interessant sein, aber ich fand es ehrlich gesagt langweilig. Es ist teilweise schön eingerichtet, aber ich kann nicht verstehen, wieso man so fasziniert davon ist. Zum Glück hat es aber keinen Eintritt gekostet, das wäre es nämlich aus meiner Sicht nicht wert gewesen. Und oh je, ich hör mich wirklich geizig an, aber die ganzen Trips sind teuer und ich habe leider nicht so viel Geld, also muss ich sparen wo es nur geht!
 Danach ging es für mich ins "International Antarctic Centre" und davon war ich wirklich begeistert. Es informiert einfach über die Anfänge der Antarktis-Expeditionen und wie es den Forschern ging. Außerdem haben sie ein paar der "Little blue penguins", deren Fütterung ich zum Glück mitbekommen habe. Die Pinguine leben in dem Centre weil sie Verletzungen oder Behinderungen haben und deswegen nicht alleine in der freien Natur überleben könnten. So können sie aber trotzdem ein schönes Leben haben und sie scheinen sich sehr wohl zu fühlen.
Man konnte auch testen, wie lange man seine Hand in eiskaltes Wasser halten kann. Es waren zwar nur circa -2 Grad, aber trotzdem habe ich es "nur" 30 Sekunden geschafft. Es ist doch viel kälter als man denkt und ich konnte meine Hand danach nicht spüren, upps. Generell wird auch empfohlen, dass man die Hand nicht länger als eine Minute hineinhält, weil es sonst zu kalt ist und man Schäden davontragen könnte. Der Angeber vor mir hat die Zeit bei 3 Minuten gestoppt, aber das wirkt doch etwas viel. Falls es stimmt, gönne ich es ihm oder ihr natürlich. Trotzdem bin ich irgendwie stolz auf meine 30 Sekunden, haha.
Außerdem konnte man einen antarktischen Sturm erleben- plus davor ein Foto mit dem Husky machen. In dem Raum waren es erst -8 Grad für 6 Minuten. Ich war natürlich schlau und habe nicht daran gedacht und eine kurze Hose an. Wir haben zwar dicke Jacken bekommen, aber die hat meinen Beinen auch nicht geholfen. Der Sturm selbst ging 3 Minuten lang und die Temperatur lag bei -17,6 Grad. Dazu kommt noch der peitschende Wind , leider weiß ich nicht mehr wie schnell der war, aber es war einfach nur super kalt. Danach konnte ich meine Beine auch nicht mehr spüren, aber das ist irgendwie nicht verwunderlich und auch ein bisschen meine eigene Schuld. Naja, es war trotzdem ein echt cooles Erlebnis! Die restliche Ausstellung ging über die Forschung und Tiere in der Antarktis.
Im Souvenirshop wurde ich danach erheblich ärmer- eigentlich wollte ich gar nicht rein. Aber dann habe ich einen Pullover gesehen und den musste ich natürlich haben. Und es gibt ihn nur dort zu kaufen, also eine Entschädigung und Begründung :p
Falls ihr es nicht wisst: Aus Christchurch starten die Expeditionen zu McMurdo. Das ist die neuseeländische Station in der Antarktis.
wichtige Frage: Sind Dinosaurier in den antarktischen Wäldern gelaufen?
 Nach dem "International Antarctic Centre" ging es für mich reiten. Leider ging bei der Buchung irgendetwas schief und ich bin in einer Anfängergruppe gelandet - yeah. Also hieß es 2 Stunden lang Schritt reiten, obwohl ich galoppieren hätte können. Da die Mädels dort aber sehr nett waren, haben wir uns am Ende aufgeteilt und ich konnte wenigstens für ein paar Minuten galoppieren. Mein Pferd hieß Ace und war echt stark. Eigentlich wird sie auch nicht fürs Galoppieren benutzt, weil sie viel stärker ist als die meisten Reiter, aber wir kamen ziemlich gut miteinander klar. Es war echt schön mal wieder auf dem Pferd zu sitzen und ich werde definitiv noch öfter in Neuseeland reiten! Nur mein Po tat danach ein bisschen weh - tja zu lange nicht auf dem Pferd gesessen und ein Tipp: Reitet niemals in Leggins, der Stoff ist einfach zu dünn. Auch die Aussicht beim Reiten war echt schön, es hat sich also gelohnt! :)
Nach dem Reiten wollte ich nur noch ins "Willowbank wildlife reserve", ein bisschen außerhalb von Christchurch. Es ist unterteilt in drei Bereiche mit Tieren: Eingewanderte, Farmtiere und Einheimische. Es war echt süß und ich kann es empfehlen, ich konnte ein Schaf und einen Esel streicheln und man hätte auch Wallabys füttern können, aber ich hatte kein Futter :( Dafür habe ich im Kiwihaus Kiwis gesehen. Die Kiwis sind zwar ziemlich hässlich, aber das macht sie dann doch wieder süß mit ihrem dicken, runden Körper, dem kleinen Kopf und dem langen Schnabel. Im Kiwihaus konnte man nur ohne Blitz fotografieren, da die Kiwis nachtaktiv sind. Ich hab also nur ohne Blitz versucht die Kiwis zu fotografieren, ob es mir gelungen ist, könnt ihr ja jetzt begutachten. Im Kiwihaus konnte man auch mehr über die Kiwis erfahren, zum Beispiel über die Feinde. Zu den Feinden des Kiwis zählen neben Hunden, Katzen, Ratten und Schweinen auch die von Neuseeländern so gehassten Possums.
ein Wallaby
Ich weiß nicht so ganz, ob Alpaka oder Lama.
Hab einen neuen Freund
die kleine Ente ist mir gefolgt <3
ein paar der Tiere sind frei rumgelaufen, so wie die beiden hier
Kaingas sind Teil der Maori Siedlung
Das ist nur ein Bruchteil der ausgestorbenen Arten Neuseelands - innerhalb relativ kurzer Zeit. Wobei ich ganz froh bin, dass der "Giant Moa" nicht mehr überall rum läuft.
Hier noch ein paar Fotos aus Christchurchs Straßen und mein Frozen Yoghurt, den ich mir am Ende des Tages gegönnt habe :)

Danach ging es für mich nach Hause, ich war echt hundemüde, aber viel Zeit zum Ausruhen blieb nicht, da am nächsten Tag direkt ein neuer Trip anstand!
Christchurch ist eine echt schöne Stadt und man dort und in der nahen Umgebung (20-30 Minuten mit dem Auto) echt viel machen! Aber leider wird in der Stadt viel gebaut und viel ist gesperrt, man sieht also noch deutlich, dass Christchurch von dem Erdbeben hart getroffen wurde. Ich weiß nicht, ob ich nochmal nach Christchurch komme, aber wenn es geht, würde ich gerne! :)


Ich hoffe wirklich, dass ihr einen kleinen Einblick in meine Ausflüge bekommen könnt, ich vermisse euch und habe euch lieb! <3