Dienstag, 28. März 2017

Roadtrip #4 Christchurch


Hey ihr lieben zuhause! <3
Ich hoffe, dass es euch genauso gut wie mir hier! Am 2. und 3. März ging es für mich nach Christchurch. Meine Gastmama musste wegen dem Shop für ein paar Tage nach Auckland, also hatte ich fünf Tage frei. Leiter hatte ich kaum Zeit, um meine Zeit richtig zu planen (und zugegebenermaßen, ich war einfach zu spät dran), also ging es für mich noch einmal nach Christchurch, da ich vieles noch nicht gesehen habe.
Ich wollte um 8.30 losfahren, es wurde 9. Tja, meine Unpünktlichkeit hätte ich in dem Bezug echt in Deutschland lassen können, aber manche Dinge ändern sich vielleicht nie. Ich kam trotzdem um circa halb zwölf an und als erstes ging es für mich in den Hagley Park.
Der Park an sich ist echt schön, aber trotzdem habe ich nicht viel Zeit darin verbracht, sondern mich auf den Weg ins Canterbury Museum gemacht. Wie auch die anderen Museen war dieses kostenlos, sie hoffen lediglich auf Spenden. Im Museum konnte man eine Straße des alten Christchurch begutachten, eine Antarktis-Ausstellung besuchen, etwas über Air New Zealand erfahren (nur eine momentane Ausstellung), sich alte Kleider, Kriegsauszeichnungen, Tiere, alte Möbel und verschiedene Kulturen angucken. Außerdem gab es eine Mini-Ausstellung über Dinosaurier- mit zwei Exemplaren, yeah! Das war für mich natürlich das Highlight :D

Sir Julius von Haast, nach ihm ist auch ein Pass benannt


Nach dem Museum habe ich mir kurz das Christ's College angesehen, eine private Highschool für Jungen. Wie überall in Neuseeland müssen auch sie eine Schuluniform tragen, in ihrem Fall ist diese ein Nadelstreifenanzug. Es ist schon bisschen seltsam, wenn man circa 12-Jährige im Anzug sieht.
Nicht das Christ's College, sondern eine Straße in Christchurch
Danach ging es für mich in die Art Gallery. Die Art Gallery ist nicht nur für ihre Ausstellungen bekannt, sondern auch für das Gebäude selbst. Die Gallery ist ein Glasgebäude und hat das Erdbeben von 2011 relativ gut überstanden. Wie die Museen ist auch die Gallery kostenlos und die Ausstellungen waren teilweise echt interessant. Es gab zwar auch welche, deren Sinn ich nicht verstanden habe, aber naja. Am Besten fand ich jedoch die Stücke, bei denen man selbst mitmachen konnte- dadurch war es dann auch nicht so langweilig. Man hatte zum Beispiel Kopfhörer auf und wenn man die Frequenzlinien auf dem Tisch berührt hat oder darüber gestrichen ist, hat sich der Ton geändert, echt cool :)
 Die Gondel in Christchurch ist relativ bekannt, also wollte ich sie ausprobieren und bin als Nächstes in die Port Hills gefahren. Die Gondelfahrt selbst ist relativ kurz, führt aber auf Mount Cavendish und man hat einen tollen Ausblick auf die Port Hills und die Umgebung Christchurchs. Man kann auf Mount Cavendish auch wandern, aber ich hatte leider nicht so viel Zeit. Also habe ich mir nur noch kurz die Ausstellung angesehen wie Canterbury entstanden ist und bin dann wieder nach unten gefahren.
Von dort aus ging es für mich nach Lyttelton. Der Hafen ist eine kleine Berühmtheit, vor allem wegen der Glocke und dem russischen Fischerschiff. Leider konnte man beides nicht sehen, deswegen habe ich mir nur etwas zum Mittagessen geholt und bin dann weiter zur Governors Bay gefahren, zu She's Chocolate. Die Schokolade soll ziemlich lecker sein, aber leider war ich eine halbe Stunde zu spät. Trotzdem haben die Mitarbeiter noch einmal kurz für mich geöffnet, damit ich meine Schokolade kaufen kann - die netten Kiwis eben. Leider ist mir meine Schokolade dann im Auto geschmolzen, tja $30 für nichts ausgegeben. Aber vielleicht kann ich ja nochmal dort vorbeifahren und es nochmal versuchen. Die eine Praline, die ich noch retten konnte, war wirklich ziemlich lecker!
Danach ging es für mich ins Hostel, da mein Handyakku mal wieder fast leer war. Mein Hostel hieß "Jailhouse" und ist in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht. Man sieht noch deutlich, dass es mal ein Gefängnis war, aber es wurde natürlich renoviert- und unsere Betten sehen doch viel bequemer aus als die damaligen. Zum Glück hatte ich das Hostel in meinem Reiseführer gefunden! Man konnte auch ein Foto als "Gefangener" machen, eine echt coole Idee! :)
Mit mehr Akku ging es dann wieder weiter für mich, diesmal zum Victoria Clock Tower. Der Tower ist zwar nicht wirklich etwas Besonderes, aber trotzdem finde ich ihn ziemlich schön und wollte ihn mir einfach mal kurz ansehen.
Danach ging es für mich in Richtung Cathedral Square. Dort habe ich mir dann die Überreste der Cathedral angesehen, die beim Erdbeben ziemlich stark beschädigt wurde und bisher nicht aufgebaut wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob sie überhaupt wieder aufgebaut wird. Christchurch würde es zwar gerne machen und hat auch viele Pläne zum Wiederaufbau nach dem Erdbeben, aber teilweise fehlen wohl die Mittel dazu.
 Danach ging es für mich zur "New Regent Street", eine kleine Einkaufspassage mit kleinen Geschäften und netten Restaurants. Da ich spät dran war, waren alle Geschäfte schon geschlossen, aber das tat wahrscheinlich meinem Geldbeutel gut.
 Anschließend bin ich wieder zum Cathedral Square gelaufen- diesmal zu "the Chalice". Eigentlich hatte ich es schon vorher gesehen, als ich mir die Cathedral angesehen habe, aber leider wusste ich nicht genau wie "the Chalice" aussieht und bin also ein bisschen umständlich gelaufen- mein Pech, hätte ich mich mal besser informiert und nicht alles last Minute überlegt.
Danach habe ich mir auch gar nicht mehr viel angesehen, ich war müde und kaputt vom Tag. Trotzdem ging es noch zur "Cardbord Cathedral", die die alte Cathedral momentan ersetzt. Bei der "Cashel Street" handelt es sich um eine Straße, die aus Containern besteht. In den Containern sind vorläufig kleine Läden und Shoppingmöglichkeiten untergebracht, bis die Malls wieder aufgebaut sind. Für mich ging es noch zur "Cathedral of the blessed sacraments", die katholische Variante. Leider ist auch diese noch zu stark vom Erdbeben beschädigt und man kann sie nur von außen betrachten.
Cardboard Cathedral
Cathedral of the blessed sacraments
Eigentlich wollte ich mir danach noch eine Kirche angucken und die "Bridge of Remembrance", aber es sind zu viele Straßen gesperrt und nach einer Weile habe ich es aufgegeben, die Müdigkeit hat gesiegt. Eigentlich schade, weil die "Bridge of Remembrance" an die gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg erinnern soll- und ich als ehemaliger Geschi-LKler hätte das gerne gesehen.
Naja, war wohl nichts. Also ging es für mich zurück ins Hostel. Dort habe ich nur schnell was gegessen, mich kurz mit anderen Reisenden unterhalten und danach mit meinem Tomy telefoniert, bevor es für mich nach einem langen Tag endlich ins Bett ging.
Am Freitag ging es wieder um neun los für mich. Zunächst ging es zum "Riccarton House", das soll zwar ziemlich schön und interessant sein, aber ich fand es ehrlich gesagt langweilig. Es ist teilweise schön eingerichtet, aber ich kann nicht verstehen, wieso man so fasziniert davon ist. Zum Glück hat es aber keinen Eintritt gekostet, das wäre es nämlich aus meiner Sicht nicht wert gewesen. Und oh je, ich hör mich wirklich geizig an, aber die ganzen Trips sind teuer und ich habe leider nicht so viel Geld, also muss ich sparen wo es nur geht!
 Danach ging es für mich ins "International Antarctic Centre" und davon war ich wirklich begeistert. Es informiert einfach über die Anfänge der Antarktis-Expeditionen und wie es den Forschern ging. Außerdem haben sie ein paar der "Little blue penguins", deren Fütterung ich zum Glück mitbekommen habe. Die Pinguine leben in dem Centre weil sie Verletzungen oder Behinderungen haben und deswegen nicht alleine in der freien Natur überleben könnten. So können sie aber trotzdem ein schönes Leben haben und sie scheinen sich sehr wohl zu fühlen.
Man konnte auch testen, wie lange man seine Hand in eiskaltes Wasser halten kann. Es waren zwar nur circa -2 Grad, aber trotzdem habe ich es "nur" 30 Sekunden geschafft. Es ist doch viel kälter als man denkt und ich konnte meine Hand danach nicht spüren, upps. Generell wird auch empfohlen, dass man die Hand nicht länger als eine Minute hineinhält, weil es sonst zu kalt ist und man Schäden davontragen könnte. Der Angeber vor mir hat die Zeit bei 3 Minuten gestoppt, aber das wirkt doch etwas viel. Falls es stimmt, gönne ich es ihm oder ihr natürlich. Trotzdem bin ich irgendwie stolz auf meine 30 Sekunden, haha.
Außerdem konnte man einen antarktischen Sturm erleben- plus davor ein Foto mit dem Husky machen. In dem Raum waren es erst -8 Grad für 6 Minuten. Ich war natürlich schlau und habe nicht daran gedacht und eine kurze Hose an. Wir haben zwar dicke Jacken bekommen, aber die hat meinen Beinen auch nicht geholfen. Der Sturm selbst ging 3 Minuten lang und die Temperatur lag bei -17,6 Grad. Dazu kommt noch der peitschende Wind , leider weiß ich nicht mehr wie schnell der war, aber es war einfach nur super kalt. Danach konnte ich meine Beine auch nicht mehr spüren, aber das ist irgendwie nicht verwunderlich und auch ein bisschen meine eigene Schuld. Naja, es war trotzdem ein echt cooles Erlebnis! Die restliche Ausstellung ging über die Forschung und Tiere in der Antarktis.
Im Souvenirshop wurde ich danach erheblich ärmer- eigentlich wollte ich gar nicht rein. Aber dann habe ich einen Pullover gesehen und den musste ich natürlich haben. Und es gibt ihn nur dort zu kaufen, also eine Entschädigung und Begründung :p
Falls ihr es nicht wisst: Aus Christchurch starten die Expeditionen zu McMurdo. Das ist die neuseeländische Station in der Antarktis.
wichtige Frage: Sind Dinosaurier in den antarktischen Wäldern gelaufen?
 Nach dem "International Antarctic Centre" ging es für mich reiten. Leider ging bei der Buchung irgendetwas schief und ich bin in einer Anfängergruppe gelandet - yeah. Also hieß es 2 Stunden lang Schritt reiten, obwohl ich galoppieren hätte können. Da die Mädels dort aber sehr nett waren, haben wir uns am Ende aufgeteilt und ich konnte wenigstens für ein paar Minuten galoppieren. Mein Pferd hieß Ace und war echt stark. Eigentlich wird sie auch nicht fürs Galoppieren benutzt, weil sie viel stärker ist als die meisten Reiter, aber wir kamen ziemlich gut miteinander klar. Es war echt schön mal wieder auf dem Pferd zu sitzen und ich werde definitiv noch öfter in Neuseeland reiten! Nur mein Po tat danach ein bisschen weh - tja zu lange nicht auf dem Pferd gesessen und ein Tipp: Reitet niemals in Leggins, der Stoff ist einfach zu dünn. Auch die Aussicht beim Reiten war echt schön, es hat sich also gelohnt! :)
Nach dem Reiten wollte ich nur noch ins "Willowbank wildlife reserve", ein bisschen außerhalb von Christchurch. Es ist unterteilt in drei Bereiche mit Tieren: Eingewanderte, Farmtiere und Einheimische. Es war echt süß und ich kann es empfehlen, ich konnte ein Schaf und einen Esel streicheln und man hätte auch Wallabys füttern können, aber ich hatte kein Futter :( Dafür habe ich im Kiwihaus Kiwis gesehen. Die Kiwis sind zwar ziemlich hässlich, aber das macht sie dann doch wieder süß mit ihrem dicken, runden Körper, dem kleinen Kopf und dem langen Schnabel. Im Kiwihaus konnte man nur ohne Blitz fotografieren, da die Kiwis nachtaktiv sind. Ich hab also nur ohne Blitz versucht die Kiwis zu fotografieren, ob es mir gelungen ist, könnt ihr ja jetzt begutachten. Im Kiwihaus konnte man auch mehr über die Kiwis erfahren, zum Beispiel über die Feinde. Zu den Feinden des Kiwis zählen neben Hunden, Katzen, Ratten und Schweinen auch die von Neuseeländern so gehassten Possums.
ein Wallaby
Ich weiß nicht so ganz, ob Alpaka oder Lama.
Hab einen neuen Freund
die kleine Ente ist mir gefolgt <3
ein paar der Tiere sind frei rumgelaufen, so wie die beiden hier
Kaingas sind Teil der Maori Siedlung
Das ist nur ein Bruchteil der ausgestorbenen Arten Neuseelands - innerhalb relativ kurzer Zeit. Wobei ich ganz froh bin, dass der "Giant Moa" nicht mehr überall rum läuft.
Hier noch ein paar Fotos aus Christchurchs Straßen und mein Frozen Yoghurt, den ich mir am Ende des Tages gegönnt habe :)

Danach ging es für mich nach Hause, ich war echt hundemüde, aber viel Zeit zum Ausruhen blieb nicht, da am nächsten Tag direkt ein neuer Trip anstand!
Christchurch ist eine echt schöne Stadt und man dort und in der nahen Umgebung (20-30 Minuten mit dem Auto) echt viel machen! Aber leider wird in der Stadt viel gebaut und viel ist gesperrt, man sieht also noch deutlich, dass Christchurch von dem Erdbeben hart getroffen wurde. Ich weiß nicht, ob ich nochmal nach Christchurch komme, aber wenn es geht, würde ich gerne! :)


Ich hoffe wirklich, dass ihr einen kleinen Einblick in meine Ausflüge bekommen könnt, ich vermisse euch und habe euch lieb! <3

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