Dienstag, 14. März 2017

Roadtrip #2 Dunedin

Hey ihr lieben zuhause!



Am 18. und 19. Februar ging es für Fie und mich nach Dunedin. Wir wollten eigentlich Freitagabend fahren, aber unsere Planung stand noch nicht 100%, also sind wir mit drei anderen Au-pairs an den Strand in Timaru gegangen. Samstag morgens ging es dann aber los - um 8 Uhr. Mein Talent zu verschlafen habe ich auch mit nach Neuseeland genommen und so bin ich erst um viertel vor acht aufgewacht. Nachdem ich dann schnell meine Sachen gepackt habe, ging es aber doch pünktlich los.
Die Fahrt nach Dunedin war eigentlich ziemlich einfach, aber die erste große Fahrt für mich! Und ich muss sagen, dass die Ausschilderung für große Städte oder beliebte Sehenswürdigkeiten gut ist. So konnten wir schnell den Weg finden und sind nach circa 3 Stunden Fahrt angekommen.

Uns zog es zuerst auf den Farmers market, da dieser nur bis 12 aufhat. Da der Farmers Market auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände ist, konnten wir auch gleichzeitig diesen von unserer To-Do Liste abhaken. Der Market selbst war zwar nicht besonders groß, hatte dafür aber ziemlich süße Stände, die vor allem eine große Vielfalt an Waren angeboten haben. Dazu gab es ein paar Straßenmusiker, die zur Stimmung beigetragen haben. Wenn ihr also mal in Dunedin seid, der Farmers Market lohnt sich - und vor allem die Bagel, die wir als Mittagessen hatten.
Der alte Bahnhof



Nach dem Market sind wir zu der Schokoladenfabrik "Cadbury" gelaufen und konnten noch eine Tour um 2.30 buchen. Da wir dazwischen noch ein bisschen Zeit hatten, sind wir zum Octagon gelaufen. Das Octagon ist der zentrale Platz in Dunedin, von dem aus man so ziemlich alles in ein paar Minuten zu Fuß erreicht. Die Bücherei hatte öffentliches W-Lan, welches wir dann genutzt haben, um noch spontan ein Hostel für die Nacht zu finden- tja, der ganze Trip war etwas spontan und wir konnten echt von Glück reden, dass wir noch eins gefunden haben. Alles andere war nämlich schon ausgebucht.


Danach sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben uns umgesehen, bevor wir bei Megges zu Mittag gegessen haben. Anschließend ging es zurück zur Schokoladenfabrik. Vor der Tour sind wir noch in das kleine Museum nebenan gegangen, süße Idee, aber nicht unbedingt notwendig. Die Tour selbst ging eine Stunde. Wir konnten zwar nicht in die Fabrik gehen, haben aber trotzdem viel über die Firma "Cadbury" und natürlich die Produkte selbst erfahren. Die Gebäude der Fabrik sind übrigens über 100 und über 150 Jahre alt, eventuell wird die Fabrik aber bald geschlossen. Es steht zwar noch nicht ganz fest, aber jeder rechnet damit und die Kiwis sind nicht gerade glücklich darüber. Cadbury in Neuseeland kann man mit Rittersport oder Milka in Deutschland vergleichen. Im Labor konnten wir Schokolade testen und sehen, wie sie weiter verarbeitet wird. Am Ende der Tour ging es in einen der beiden Türme der Fabrik. Früher wurde dort Schokolade aufbewahrt, heute können Besucher sehen wie 1 Tonne Schokolade den Turm hinabprasselt. Fie und ich mochten die Tour gerne - vor allem weil es Schokoladenproben zum Mitnehmen gab.
Richtiger Schokoladenhimmel





Nach einem kleinen Abstecher in den Shop der Fabrik und prall gefüllten Tüten mit Schokolade und Gummibärchen ging es für uns ins Otago Settler Museum. Das Museum zeigt neben der Geschichte und Lebensweise der ersten Siedler in Dunedin und Umgebung auch modernere Stücke, wie Autos und technische Erfindungen aus dem 20. Jahrhundert. Zwischen den Ausstellungsstücken gab es manchmal Videospiele zum Ausprobieren oder man konnte sich auch auf einen Zahnarztstuhl setzen und seine Zähne begutachten. Wenn man also ein bisschen Zeit hat, sollte man definitiv in das Museum gehen!



Da wir danach nicht mehr so viel Zeit hatten, sind wir nur noch schnell zur Baldwin Street gefahren. Das ist die steilste Straße der Welt mit 35% Steigung. Da mein Auto die Steigung niemals gepackt hätte, haben wir geparkt und sind die Straße bis nach ganz oben gelaufen. Ich hoffe, dass man die Steigung auf den Fotos sehen kann! Natürlich war der Aufstieg ziemlich anstrengend, aber die Aussicht hat auf jeden Fall gelohnt. Von ganz oben aus hatte man einen wunderbaren Ausblick auf Dunedin und die Umgebung. Und der Abstieg war sogar noch anstrengender als der Aufstieg.
Ich hoffe, dass man erkennen kann, wie steil die Straße ist, aber das Foto ist tatsächlich ganz gut dafür



Anschließend ging es für uns erst einmal in unser Hostel "Hogwartz". Das Hostel ist eine ehemalige Bischofsresidenz. Für ein Doppelzimmer haben wir 74$ gezahlt. Im Endeffekt fanden Fie und ich das etwas viel, aber wir hatten ja nicht viel Auswahl. Von außen war das Hostel echt schön und man kann noch deutlich erkennen, dass das Gebäude älter ist und -zum Glück- nur im Inneren renoviert wurde.
Im "Velvet Burger" haben wir unser Abendessen gefunden, ein leckerer Avocado mit Speck Burger! Nach dem Essen wollten wir eigentlich einen Pub besuchen, aber Alkohol ist ziemlich teuer in Neuseeland - vor allem in Pubs - und ich musste am nächsten Tag wieder fahren, also ging es stattdessen in "Fifty shades darker". Der Film ist echt zu empfehlen, aber danach waren wir ziemlich müde, haben nur kurz Wlan geschnorrt und sind dann schlafen gegangen.
Am Sonntag sind wir um halb zehn ausgecheckt, haben uns Frühstück und Mittagessen gekauft und sind in den Chinese Garden. Ein bisschen erinnert er mich an den Central Park. Nicht von der Größe her, aber wenn man im Chinese Garden ist, vergisst man dass man in einer Stadt ist - bis man die Gebäude sieht.






Ich wollte noch unbedingt ins Otago Museum, also ging es als Nächstes dorthin. Ein bisschen erinnert das Museum an das Senckenberg Museum in Frankfurt, es gab Dinos, verschiedene Tiere, Ausstellungen über Menschen und Kulturen, Natur, etc. Wir haben uns zwar nicht alle Informationen durchgelesen, weil das einfach zu viel Zeit genommen hätte, aber wir haben uns alles angesehen.


Nach dem Museum ging es zur Larnach Castle, dem einzigen Schloss in Neuseeland. Der Eintritt kostet 31$ und da wir schon so viel ausgegeben haben, sind wir zurück gefahren und stattdessen an die "Sandfly Bay". Die Bay habe ich als Tipp von einem anderen Au-pair in Dunedin bekommen und die Aussicht war echt schön. Ein kleiner Pfad führt ans Meer heran und wenn man Glück hat, kann man Pinguine, Robben und andere heimische Tiere sehen. Wir hatten allerdings nicht so viel Zeit, weil wir noch eine Tour beim "Penguin Place" gebucht hatten um 2.15.

 

Also ging es dorthin. Insgesamt ging die Tour 1,5 h und ich kann sie empfehlen! "Penguin Place" ist ein Reservoire für freilebende Gelbaugenpinguine (ziemlich selten!) und die häufiger vorkommenden kleinen blauen Pinguine. Aber auch Robben fühlen sich an der Küste Otago Peninsulas wohl. Eigentlich werden die Pinguine größtenteils in Ruhe gelassen. Die Mitarbeiter kümmern sich lediglich um die Pinguine im Krankenhaus und sorgen dafür, dass sie genug essen oder Verletzungen heilen. Ansonsten beobachten sie die Gelbaugenpinguine, da es schätzungsweise nur noch 2000 Exemplare in Neuseeland gibt. Das Reservoire ist eine gute Möglichkeit für die Pinguine, da die Mitarbeiter auch versuchen den Wald wiederherzustellen. Besonders die Gelbaugenpinguine benötigen den Schatten der Bäume, um nicht zu überhitzen. Sobald sie überhitzen wird das Immunsystem geschwächt- sie sind viel anfälliger für Krankheiten und sterben früher.
Auf der Tour haben wir also die kranken Pinguine besucht, haben ein Pinguinjunges gesehen, sowie mausernde Pinguine und Robben. Besonders an die Robben konnte man nah heran, aber auch auf die Pinguine hatte man einen Blick. Die Tour hat uns zwar $54 pro Person gekostet, aber ich kann sie nur jedem empfehlen, der Pinguine gerne hat. Außerdem hilft das Geld den Pinguinen. Mit dem Geld wird nämlich das Reservoire, die Tierärztin, Medizin, etc. finanziert, so dass die Pinguine sich in Ruhe erholen können.
Die Pinguindame soll bald das Nest verlassen

Die beiden Pinguine hier wechseln grade ihre Federn.


Ich hab ein Foto mit einer Robbe im Hintergrund :p

Nach der Tour ging es für Fie und mich dann auch schon nach Hause. Um circa halb sieben waren wir zuhause und ich war echt müde. Das Wochenende hat sich aber ziemlich gelohnt und ich bin froh, dass wir unterwegs waren und Neuseeland erkundet haben.

Ich hoffe, dass ihr einen kleinen Einblick bekommen könnt, wenn ihr mehr Details zu den einzelnen Museen oder Sehenswürdigkeiten wissen wollt, fragt einfach in den Kommentaren oder schreibt mir! <3

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